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Ausrottungsprogramm gegen Rinderseuche

AI/AR. In beiden Kantonen ist fast der gesamte Rindviehbestand auf Bovine Virus Diarrhoe (BVD) getestet worden. Bei rund 397 Tieren war das Ergebnis positiv.

Nach den Tests vor der Sömmerung begann am 1. Oktober 2008 die Hauptphase des vom Bund beschlossenen Ausrottungsprogramms. Im Kanton St. Gallen wurden inzwischen 99 Prozent des Tierbestandes untersucht – das sind insgesamt 153 379 Kühe. Rund 1300 Tiere waren mit BVD infiziert.

Das Veterinäramt des Kantons St. Gallen bestätigte am Dienstag eine entsprechende Meldung im «St. Galler Tagblatt». In Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden wurden rund 44 000 Kühe untersucht, sagte Albert Fritsche, Kantonstierarzt beider Appenzell. Die Aktion sei abgeschlossen. 397 Tiere wurden positiv getestet.

Von den seit 1. Oktober geborenen Kälbern waren im Kanton St. Gallen 1,11 Prozent mit dem BVD-Virus infiziert. In den beiden Appenzell waren es 0,92 Prozent. Gesamtschweizerisch liegen die Zahlen zwischen 0,4 und 2,3 Prozent und der nationale Durchschnitt bei 1,12 Prozent. Das entspreche den Erwartungen, sagte Fritsche.

Wird ein Kalb positiv auf BVD getestet, gelten die tragenden Kühe eines Betriebs als gesperrt. «Die gesperrten Tiere dürfen im kommenden Sommer nicht auf die Alp», erklärt Markus Seiler vom st. gallischen Veterinäramt.

Ziel der Aktion ist es, jene Tiere ausfindig zu machen, die ihr Leben lang Virusstreuer sind und unzählige andere Tiere anstecken können. Sie werden geschlachtet. Neugeborene Kälber werden bis Ende 2010 weiterhin auf die Krankheit untersucht, sagt Seiler. Bis 2011 sollen sämtliche Schweizer Betriebe frei von BVD sein.

Die BVD-Seuche verursacht in der Landwirtschaft jährlich Schäden von rund 10 Millionen Franken. Infizierte Tiere wachsen schlecht, haben Fruchtbarkeitsstörungen und Fehlgeburten.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 03.02.2009 - 14:16:00