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Ausbildung zum Wohl der Jugend

Arbon. Die ersten vier Jugendgottesdienst-Leiterinnen und ein –Leiter durften vergangenen Sonntag im Jugendgottesdienst Fähigkeitszeugnisse in Empfang nehmen.

Die Absolventen des zwei Jahre dauernden Lehrgangs sind nun befugt selbstständig Jugendgottesdienste zu halten.

Die Diplomierungs-Feier für die ersten Jugendgottesdienstleiterinnen und Leiter der Evangelischen Landeskirche Thurgau fand am Sonntagabend in der Evangelischen Kirche Arbon statt. Ueli Bachofen, Stettfurt, Margrit Bernhardsgrütter, Felben, Käthi Irmiger, Mettendorf, Elsbeth Stacher, Eschlikon, und Sigrid Strahlhofer, Steinach, haben nach zweijähriger Ausbildung ihr Fähigkeitszeugnis von Elisabeth Schönholzer von der kirchlichen Dienststelle: «Fiire mit de Chline» überreicht bekommen. Kirchenrätin Heidi Baggenstoss erklärte, dass die Kirche Menschen begleiten und zeigen wolle, wie man gemeinsam feiern kann. Im Interesse der Jugend hätte die Evangelische Landeskirche Thurgau nach eigenem Konzept das Angebot für eine Ausbildung geschaffen, die zur Jugendgottesdienst-Leitung befähigt.

Jugendgottesdienst fordert heraus
Die soeben vom viertägigen Konfirmandenlager mit Pfarrer Bruno Wiher aus dem Engadin zurück kehrenden Konfirmanden, gestalteten den Gottesdienst mit. Vier Konfirmandinnen berichteten über ihre intensiv erlebte Zeit im Konfirmandenlager, in der sie unter anderem den Jugendgottesdienst für den Abend ihrer Rückkehr vorbereiteten. Vorgesehen war eine Pro- und Contra Diskussionsrunde in Arena-Form über die Hanfinitiative. Weil sich 14 Konfirmanden für die Initiative aussprachen und sieben dem Votum enthielten, war die Contra-Seite schwierig zu besetzen. Dennoch machten die Jugendlichen deutlich, dass die Hanfinitiative ein schwieriges Thema ist, bei dem polarisiert wird.

Einsatz mit neuen Ideen
Die fünf Diplomanden hatten sich ebenfalls diesem heiklen Thema zu stellen. Zur Frage, ob das Thema Drogen in einem Jugend-Gottesdienst Platz haben dürfe, stimmten sie überein, dass das, was draussen bewege, in einen Jugendgottesdienst hinein gehöre. Man müsse gemeinsam über die Problematik reden können. Doch stünde in einem Gottesdienst zu wenig Zeit zur Verfügung. Das Thema sei zu umfassend, als dass es in einer Viertelstunde diskutiert werden könnte. Viel eher sollte diese Thematik im Religionsunterricht behandelt werden.

Spiel und Sport in den Jugend-Gottesdienst
Über seine Vorstellung zur Gestaltung von Jugend-Gottesdiensten meint Diplomand Ueli Bachofen: «Es kann in einem Jugend-Gottesdienst nicht allein das Wort sein. Spiel, Sport, Tanz oder Theater gehören ebenso dazu. Ich freue mich deshalb, für eine offene Kirche zu wirken».

Elsbeth Stacher sagt über ihre Motivation: «Ich bin schon lange als Katechetin tätig und habe viele Gottesdienste mitgestaltet. Für mich ist es eine gefreute Sache, wenn ich Kinder auf Gottesdienste vorbereiten kann.»


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ThurgauThurgau / 18.11.2008 - 08:02:00