Auftakt der Open Air Saison in Herisau
Herisau/AR. Das diesjährige Open Air konnte am Wochenende sehr gute Besucherzahlen verzeichnen.
Das Wetter spielte beim fünften Jubiläum mit und das Programm scheint die Besucher überzeugt zu haben. Während drei Tagen traten in der Herisauer Sturzenegg über 18 Bands auf.
Die Ostschweizer The Shell, die momentan in Berlin leben und arbeiten, lieferten am Freitagabend einen atemberaubenden Indie-Rock hin. Front-Sänger Patrice Lambeau sagte heiser, er habe seine Stimme an der Grenze zur Schweiz verloren. Sacha Leuenberger übernahm kurzfristig den Vocal-Lead und überzeugte die Fans. Liricas Analas gaben ihre Hits zum Besten und dankten dem Publikum auf Rätoromanisch mit einem sympathischen «grazia fitg». Das Publikum des so genannten Open-ÄR zeigte sich begeistert.
Weltpremiere in Herisau
Am Samstagabend spielten die Funk-Grösse Grand Mothers Funck mit AKIL the MC. In dieser Formation feierten sie Welt-Premiere. Der in Los Angeles wohnhafte AKIL the MC betonte nicht zur einmal wie wunderschön er die Schweiz finde und witzelte, dass Herisau wohl «the real countryside» von der Schweiz sei. Er überzeugte nicht nur durch seine sympathische Art, sondern auch durch seine einzigartigen Rhyms. Grand Mothers Funck und AKIL the MC schafften es das Publikum aus der Reserve zu locken. Adrian Scheiwiller vom Organisationskomitee sagte begeistert: «Diese Formation hat überzeugt und war der absolute Höhepunkt am diesjährigen Open Air.» Vor den Auftritten der grossen Bands zeigte Camero seine Beatbox-Künste und schaffte es jedes Mal die Open Air-Besucher vom weitläufigen Gelände in der Sturzenegg direkt vor der Bühne zu versammeln. Er hatte spätestens nach dem Lied «Schacher Seppli» die Lacher auf seiner Seite.
Organisationskomitee zufrieden
Am frühen Samstagmorgen um 1 Uhr zeigten Bubble Beatz ein einzigartiges Licht- und Drumspektakel. Bei Bubble Beatz werden jegliche Gegenstände zu Instrumenten umfunktioniert; Pfannen, Fässer, Wegweiser und selbst Flip Flops wurden zu Klangkörpern. Dass auch um diese Uhrzeit eine grosse Masse vor der Bühne stand, zeigte, dass die beiden Ostschweizer eine grosse Fangemeinde haben.
Das Organisationskomitee ist mit dem Jubiläums-Open Air sehr zufrieden und beginnt in den nächsten Wochen bereits mit der Planung der nächsten Ausgabe. Zuerst muss nun aber die gesamte Infrastruktur abgeräumt und das Gelände gereinigt werden. Das dauert mindestens zehn Tage. Pascal Schläpfer, Präsident des Open-ÄR, meint: «Nach diesem erfolgreichen Open Air machen selbst die Aufräum-Arbeiten Spass.»



























