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Auf dem Pilgerweg unterwegs

Sirnach. Mit grossen Rucksäcken ausgerüstet versammelten sich am frühen Freitagmorgen 20 Frauen der Frauen- und Müttergemeinschaft beim Bahnhof Sirnach zum Pilgern.

Auf dem Pilgerweg unterwegs Die Muscheln, welche man an einzelnen Rucksäcken ausmachen konnte, liessen ihr Vorhaben schnell erahnen. Seit drei Jahren gehört das Pilgern zum festen Angebot im Jahresprogramm der FMG, dieses Mal jedoch stand eine dreitägige Etappe bevor. Die Frauen freuten sich schon Wochen im Voraus auf dieses Unterfangen. Pilgerpass, Muschel und Rucksack sind stets bereit.

Einsiedeln – Brunnen
Auf direktem Weg fuhren sie mit der Bahn nach Einsiedeln, wo die letzte Pilgeretappe im Oktober 2007 endete. Frisch gestärkt mit Kaffee und Gipfeli nahmen sie den Weg Richtung Alpthal unter die Füsse. Der erste steile Anstieg verursachte bei so mancher Pilgerin einen erhöhten Pulsschlag. Bei einer kurzen Meditation unterhalb der Haggenegg und einer Vorschau des Tages, konnte sich dann der Herzschlag wieder erholen. Der Passübergang Haggenegg ist der höchste Pass des Jakobsweges auf Schweizer Gebiet. Von hier aus bietet sich ein fantastisches Panorama auf die beiden Zielorte, Schwyz und Brunnen. Als das Kloster Ingenbohl sich zeigte, war klar, das erste Tagesziel ist schon bald erreicht. Bei Agnes, welche im Kloster vor vielen Jahren ihre Ausbildung absolvierte, kamen manche Erinnerungen hoch und sie konnte den Teilnehmerinnen viel Wissenswertes mit auf den Weg geben. Gegen 1730 Uhr trafen sie schliesslich in Brunnen, unserem Tagesziel ein.

Brunnen – Stans
Nach einer erholsamen Nacht und einem feinen Frühstück machten sich die Frauen weiter auf den Weg Richtung Stans. Sie bestiegen das Schiff und fuhren nach Treib. Dort begann dann die Steigung hinauf nach Emmetten. Hoch über dem Vierwaldstättersee schlängelte sich der Weg durch steile Felsen, Wiesen und Wälder, wobei eine prachtvolle Aussicht genossen werden konnte. Vorbei an ruhigen Dörfern und Weilern marschierten die Pilgerinnen und manch eine staunte über die schöne Umgebung. Sie kamen an kleinen und grösseren Kapellen und Kirchen vorbei. Eine Abwechslung wurde geboten als sie auch noch eine Alpabfahrt antrafen. Unten am See konnten sie beobachten wie das Dampfschiff «Unterwalden» mit viel Pomp und Musik seine letzte Fahrt unternahm, bevor es für die nächsten 2.5 Jahre generalüberholt wird und dann in neuem Glanz die Passagiere wieder aufnehmen kann. Mit vielen Eindrücken wurde schliesslich das zweite Pilgerziel, der Hauptort von Nidwalden, Stans erreicht.

Stans – Flüeli-Ranft – Sachseln
Viel früher als erwartet standen die Sirnacherinnen am dritten Tag bereit für die letzte Etappe. Dies, weil sie der Tag mit wunderschönem Wetter begrüsste. In der Schweiz gehören Einsiedeln, Sachseln und Flüeli- Ranft zu den wichtigsten Zwischenstationen auf dem Pilgerweg. Auf dem Bruder Klausen Weg, welcher seinen Namen 1981 in Erinnerung an die Vermittlung von Bruder Klaus bei der Tagsatzung von Stans 1481, erhalten hatte, ging es weiter an kulturellen Sehenswürdigkeiten vorbei Richtung Ranft, wo Bruder Klaus seine letzten 20 Lebensjahre als Einsiedler verbrachte. Zum Schluss marschierten die müden Frauen noch nach Flüeli und besuchten dort auch das Wohnhaus und anschliessend in Sachseln seine letzte Ruhestätte in der Dorfkirche. Mit einem besinnlichen Schlussgebet und dem singen des Bruderklausenliedes ging eine unvergessliche Pilgeretappe zu Ende. Für die Planung der schönen drei Pilgertage gebührt den Organisatorinnen ein herzlicher Dank. Manche Pilgerin ist in Gedanken bereits bei einer Fortsetzungsetappe……


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ThurgauThurgau / 06.10.2008 - 07:51:00