Auf Berg- und Talfahrt setzt sich Amriswil durch
Volleyball. In einem eher durchschnittlichen und nervösen Spiel, in dem spannende und emotionale Momente durchaus für Unterhaltung sorgten, gewann mit Amriswil die kompaktere Mannschaft letztlich verdient mit 3:1.
In der stimmungsreichen Partie trieben die zahlreich angereisten Amriswiler Fans ihre Jungs lautstark an. Mit dem 3:1 gegen Näfels bewies der TVA Volley seine Auswärtsstärke und steht nun mit 12 Punkten und einem Satzverhältnis von 18:3 nach sechs Runden alleine an der Tabellenspitze.
Starke Satzenden
Charakteristisch für das Spiel war die Tatsache, dass es Amriswil insbesondere eindrücklich gelang, die Punkte ab 20 zu machen und damit die Sätze eins, drei und vier für sich zu entscheiden. So lag zum Beispiel Näfels im ersten Satz noch mit 19:17 vor, baute danach aber ab, machte zu viele Fehler und Amriswil verwertete den ersten Satzball zum 25:22. Das Gleiche wiederholte sich im dritten Satz, in dem Näfels mit 18:16 voraus lag, Amriswil aber den dritten Satzball zum 25:23 verwertete. Den Start in den zweiten Satz verpatzten die Amriswiler. Die Thurgauer liefen dem 1:5 Rückstand sozusagen die ganze Zeit nach und mussten den Glarnern ein 25:21 zugestehen.
Blitzlichter im vierten Satz
Amriswil nahm die Geschenke von Näfels im ersten und dritten Satz gerne an. Entscheidend war der Gewinn des dritten Satzes, der Amriswil stärkte. Amriswil entwickelte mehr Druck im Service und der Block war stabil und gut. Im vierten Satz zeigte Amriswil seine Polyvalenz und eine durchwegs kompakte und überlegene Leistung auf allen Positionen. Auch der Einsatz des Brasilianers Bruno Amorin bei Näfels konnte Amriswil nicht mehr aus der Ruhe bringen. Die Thurgauer nutzten gleich den ersten Matchball zum 25:19 und 3:1 in den Sätzen.
Junges Team sammelt Erfahrung
«Gegen Näfels zu spielen besitzt bekanntlich immer eine besondere Brisanz und beide Teams sind immer topmotiviert. Klar, dass da auch die Nerven mitspielen», kommentiert der Amriswiler Präsident Dominik Joos das Spiel, in dem sich Tops und Flops auf beiden Seiten abwechselten. Für den Trainer Johan Verstappen besitzt sein Team eine reiche Erfahrung mehr: «Wir sind noch ein junges Team und müssen lernen, auch mit Emotionen umzugehen. Wir verfügen schon über eine gute Portion Selbstvertrauen und Vertrauen untereinander.» In diesem Sinne sammelte Amriswil am Samstag in der Halle Buchholz in Glarus weitere wichtige Erfahrungen in der Vorrunde der Meisterschaft.
Damit ist der Auftakt in die erste, anspruchsvolle Novemberwoche gelungen. Am Mittwoch, 5. November um 20 Uhr, will Amriswil im Europa-Cup gegen die Weltklassemannschaft aus Ankara seine Haut möglichst teuer verkaufen. Am Samstag darauf empfängt der Leader die drittplatzierten Lausanner (8. November, 17 Uhr).



























