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Auch Appenzeller Bahnen suchen nach Gründen

AR. Teufen, Gais, Niederteufen, Bühler: Im September krachte es für die Appenzeller Bahnen überall. Gibt es dafür eine Pauschalerklärung oder ist es einfach nur Pech?

Gestern Montagabend krachte es erneut bei den Appenzeller Bahnen: Ein Traktor wollte, von der Gstaldenstrasse in Niederteufen kommend, die Bahngleise überqueren, wobei er aber den herannahenden Zug der Appenzeller Bahnen übersah. Dies ist nur der letzte von einer ganzen Unfallreihe im September, in die die Appenzeller Bahnen verwickelt waren.

Denn: Rechnet man den Traktor-Unfall vom Montagabend mit, so haben sich im Monat September bereits acht Unfälle mit den Appenzeller Bahnen ereignet. Das sind mehr Unfälle, als normalerweise im Durchschnitt in einem ganzen Jahr passieren. Zumeist kam es zu diesen Unfällen auf unbewachten Bahnübergängen.

Die Appenzeller Bahnen: Vom Pech verfolgt?
Bei den Appenzeller Bahnen herrscht ein wenig Ratlosigkeit – eine wirkliche Erklärung für diese Häufung der Unfälle findet man nicht. «Wir sehen keinen Zusammenhang zwischen den einzelnen Unfällen – sie passierten an verschiedenen Stellen, auf verschiedenen Linien, bei unterschiedlichem Wetter», meint Dominik Bieli, Mediensprecher der Appenzeller Bahnen.

Scheint also fast so, als seien die Appenzeller Bahnen momentan gerade vom Pech verfolgt. Doch Bieli meint: «Wir nehmen es nicht nur als Pech hin, denn auch wir wissen, dass es eine gewisse Problematik gibt – wir stellen uns der Verantwortung». Gefährlich ist die Sitution besonders an den vielen unbewachten privaten Bahnübergängen. Auch darum wissen die Appenzeller Bahnen natürlich: «Gefährliche, unbewachte Übergänge wollen wir unbedingt mit Blinklichtern versehen», zwar sei es noch in etwas weiter Ferne, von einer solchen Sanierung aller unbewachten Bahnübergänge zu sprechen, aber man treibe die Sanierung vorwärts. Doch in vielen Fällen ist gerade bei privaten Bahnübergängen halt auch noch die Finanzierung zu klären. Und auch das Verfahren bis zur Realisierung eines Blinklichtes kann lange dauern.

Auf die Autofahrer angewiesen
Ihre Sanierungsanstrengungen haben die Appenzeller Bahnen durch die Unfallhäufung nicht verstärkt – nein, sondern man habe sich stattdessen in den bereits laufenden Anstrengungen bestätigt gefühlt, so Bieli. «Man sieht also wirklich, wie wichtig eine Sanierung der unbewachten Bahnübergänge ist», betont er. Doch, schlussendlich sei halt auch die Appenzeller Bahnen insbesondere auf die Wachsamkeit der Autofahrer angewiesen.


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