ATV Meisterschaft als Unihockey-Nacht
Unihockey. An der ATV Unihockey-Meisterschaft, welch dieses Jahr als Nachtturnier durchgeführt wurde, wurden über 70 Partien ausgetragen.
Erstmals wurde die ATV Unihockey-Meisterschaft als Nachtturnier in der Turnhalle Herrmoos in Bühler durchgeführt. Während annähernd neun Stunden wurden auf den beiden Spielfeldern über 70 Partien ausgetragen. Insgesamt nahmen 16 Teams aus acht Vereinen bei den Herren und deren neun Teams aus sieben Vereinen bei den Damen teil und warteten mit attraktiven und spannenden Spielen auf. Organisiert wurde der Anlass bereits zum 7. Mal in Folge vom DTV Bühler in Zusammenarbeit mit Appenzellischen Turnverband (ATV), Ressort Spiele.
Attraktive Spiele
Von Beginn weg wickelte sich auf den beiden Spielfeldern ein verbissen geführtes Spielgeschehen ab. Bis zum frühen Abend hatten alle Mannschaften ihre Gruppenspiele absolviert, wobei die vor dem Spiel gesetzten Ambitionen da und dort begraben werden mussten. Dabei setzten sich die favorisierten Teams von Stein, Gais, Säge Herisau und Schwellbrunn bei den Herren durch, während bei den Damen Gais, Waldstatt und Säge Herisau den Sieg unter sich ausmachten.
Bei der Vorrunde kam es vielfach zu hart umkämpften Begegnungen, wobei vor allem die Derbys zwischen Stein, Hundwil, Säge Herisau und Schwellbrunn sowie Bühler und Gais einen ausgeglichen und spannenden Verlauf nahmen, da vereinzelt Ligaspieler im Einsatz standen. Die Stimmung war friedlich und locker, man schwitzte und ruhte sich am Boden aus oder stärkte sich in der Festwirtschaft, spielte sich ein und bereitete sich für den nächsten Ernstkampf vor und so wurde die Unihockey-Nacht zu einem gesellschaftlichen Anlass.
Derbystimmung in der Kategorie A
Am späteren Abend ging es dann langsam um die «Wurst» respektive um die Entscheidung. Eine gute Stock- und Balltechnik gepaart mit Einsatz und Fairness, aber auch Gefühl, Präzision, Konzentration und vor allem Kondition war die Voraussetzung für interessante, spannende und ausgeglichene Spiele. Vorjahresmeister Hundwil schied im Viertelfinal gegen Gais nach Penaltyschiessen (3:2) vorzeitig aus und musste die Hoffnung auf eine erfolgreiche Titelverteidigung begraben. Bereits in den Gruppenspielen trennten sich Stein I und Hundwil 2:2-Unentschieden und verlor gegen Säge Herisau klar mit 1:6 Toren und schied vorzeitig um den Meistertitel aus.
Das Niveau steigt von Jahr zu Jahr, was ist in den Vereinen auf ein intensives Training zurückzuführen ist. Je näher die Entscheidungen kamen, desto grösser war der Kampf. Schnell vorgetragene und technisch gekonnte Spielzüge, das Spiel mit der Bande, akrobatische Abwehren und spektakuläre Torszenen trugen viel zur Attraktivität bei.
Erfolgreiche Titelverteidigung für DTV Gais
Bei den Damen qualifizierten sich die beiden Gruppensieger, der DTV Gais und TV Waldstatt nach knappen Resultaten im Halbfinal – Gais I – Gais II 2:0, Waldstatt – Säge Herisau 3:2 – für den Final. Die Mittelländerinnen übernahmen das Spieldiktat und gingen schon früh in Führung, mussten aber kurz darauf den Ausgleich hinnehmen. Gais gab das Spiel nicht mehr aus der Hand und nach herrlichen Kombinationen ging Gais nach der Hälfte mit einem weiteren Tor in Führung und baute diese kurz darauf zum 3:1-Sieg aus und verteidigte damit den Meistertitel vom Vorjahr erfolgreich.
Titelverteidigung misslungen
Bei den Herren qualifizierten sich Schwellbrunn und Säge Herisau für den Final, die auch in den Gruppenspielen mit dem Punktemaximum die Tabelle anführten. Die beiden Halbfinals zwischen Säge Herisau und Gais sowie Schwellbrunn und Stein verliefen recht spannend und ausgeglichen. Obwohl Gais mit 4:0 im Rückstand war, musste Säge Herisau noch um den Sieg (4:3) zittern. Im kleinen Final war Stein den Mittelländern klar überlegen und deklassierte Gais mit 5:0-Toren.
Säge Herisau ging im Abschliessenden Final zunächst 0:1 in Führung, mussten aber kurz darauf den Ausgleich hinnehmen. Schwellbrunn überzeugte mit gutem Zusammenspiel und zog innert weniger Minuten auf 3:1 davon, ehe Säge Herisau nochmals den Anschlusstreffer zum 3:2 (9. Minute) erzielte, so dass beide Teams nochmals voll zur Sache gingen. Die hervorragend kämpfenden Herisauer boten grossen Widerstand, konnten aber nicht verhindern, dass die technisch versierten Schwellbrunner innerhalb einer Minute auf 5:2 davon zogen, das Spiel klar zu ihren Gunsten entschieden und den Meistertitel sicherten.
TV Urnäsch ersetzt TV Bühler
Absteiger Bühler kam lediglich beim 2:2-Unentschieden gegen Stein II zu Punkten, verzeichneten ansonst nur Niederlagen im Derby gegen Gais und Wolfhalden (je 2:5) sowie Schwellbrunn (1:3) und verlor den Abstiegskampf nach ausgeglichenem Spiel mit 2:1 gegen Waldstatt. In der Kategorie B lagen Säge Herisau II und Urnäsch punktgleich an der Spitze und im Final dominierte Urnäsch mit einem 1:4-Sieg und ersetzt Bühler in der Kategorie A.



























