• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

«Attraktiv und lebendig bleiben»

Speicher. Im April wurde Christian Breitenmoser in seinem Amt als Gemeindepräsident bestätigt. appenzell24.ch stellte ihm dazu einige Fragen.

Was sind Ihre Ziele und Hoffnungen?
Speicher soll ein attraktives Dorf mit hoher Lebensqualität und einem lebendigen Gewerbe und aktiven Vereinen bleiben. Dafür möchte ich mich weiter einsetzen. Ich hoffe dabei auf die Unterstützung der Bevölkerung, das heisst auf Einwohner die sich für unser Dorf engagieren möchten.

Was wollen Sie in dieser Gemeinde verändern? Mit welcher Problematik werden sie zu kämpfen haben?
– Das heute zu knappe Angebot an attraktiven Wohnungen und erhältlichem Bauland soll mit Augenmass erhöht werden.

– Die veralteten und zu engen Raumverhältnisse für unsere Oberstufe sollen durch die Umsetzung eines guten und zukunftsgerichteten Erweiterungsprojekts für das Zentralschulhaus verbessert werden.

Bei der Überarbeitung der Ortsplanung und beim Schulhausprojekt besteht die Gefahr, dass die Aussagen «mir genügt es doch auch so» und «das ist viel zu teuer» Oberhand gewinnen. Die Aufgabe des Gemeinderates – Planung im Sinne von Vorhersehen künftiger Entwicklungen und die entsprechenden Massnahmen einzuleiten – ist leichter zu erfüllen, als den Stimmberechtigten die Konsequenzen vom Nichtstun aufzuzeigen. Es wird immer schwieriger in Zeiten, in denen auf der grossen Politbühne vorwiegend mit populistischen Argumenten agiert wird, auf Gemeindeebene wirklich sachbezogene Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern zu führen.

Was sollte Ihrer Meinung nach besser gemacht werden als vorher?
Die Kommunikation zwischen Behörden und Einwohnerinnen und Einwohnern muss besser werden. Die Beteiligung der Stimmberechtigten am Meinungsbildungsprozess sollte auf einer breiteren Basis stehen. Es gibt heute zu viele Menschen, die sich nicht um das Gemeindeleben kümmern.

Wie gehen Sie in Bezug auf den Rückgang von Jugendlichen vor?
Da ich selbst schon über 50 Jahre alt bin, werde ich in dieser Beziehung wohl nicht mehr selber aktiv werden. Aber ganz ernsthaft, vorläufig ist der Rückgang von Kindern und Jugendlichen in unserem Dorf nicht dramatisch, so werden zum Beispiel die Zahlen der Kindergärtner im nächsten Schuljahr höher sein als im letzten. Durch das Bereitstellen von Bauflächen für einen familienfreundlichen Wohnraum, möchten wir diese Entwicklung aber nachhaltig unterstützen.

Wie sieht es mit aktuellen Themen wie der Ausländerproblematik, zum Beispiel an Schulen, aus?
Wir haben in dieser Beziehung keine nennenswerten Probleme. Damit dies so bleibt, hat unsere innovative Schulleitung vor kurzem das Projekt «Integration ist kein Zufall» gestartet. Erwachsene AusländerInnen sollen hier die Möglichkeit erhalten, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, die kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten unseres Dorfes und der Region besser kennen zu lernen und zu verstehen.

Was sind Ihre momentanen Projekte?
Nebst der Überarbeitung der Ortsplanung und der Weiterentwicklung des Sanierungs- und Erweiterungsprojekts für das Zentralschulhaus werden wir in der zweiten Jahreshälfte ein Konzept für ein zeitgemässes Standortmarketing entwickeln. Dabei wollen wir uns in die regionale Standortförderung einbinden und mit unseren Stärken zur Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der Region St. Gallen beitragen.

Was planen Sie für die nächste Zukunft?
Neben den bereits erwähnten Projekten möchten wir die Zusammenarbeit mit unserer Nachbargemeinde Trogen in verschiedenen Bereichen vertiefen. Nach den Sommerferien startet zum Beispiel eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit der Überarbeitung des inzwischen 10-jährigen Altersleitbilds unserer Gemeinden.

Wo sehen Sie die Ihre Gemeinde in 10 Jahren?
Speicher wird auch in 10 Jahren eine lebenswerte, finanziell gesunde Gemeinde sein, die ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine attraktive Infrastruktur in einer wunderschönen Landschaft bietet. Der Bezug zum Zentrum und der unmittelbaren Nachbarstadt St.Gallen wird sich noch weiter vertiefen. Zusätzlich wird sich das Bewusstsein der Behörden einer grösseren Region anzugehören und auch für diese Mitverantwortung zu tragen, verstärken.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 12.07.2007 - 18:01:00