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«Armee wird schleichend ausgehungert»

Appenzell. Markus Seiler, Generalsekretär des VBS, hat am Donnerstag in Appenzell scharf gegen die Politik geschossen.

Sie drücke sich seit Jahren davor, die Armee XXI so zu finanzieren, dass sie die Leistung erbringen könne und langfristig haltbar sei.

Seiler sagte das vor 70 kantonalen Verantwortlichen für Militär und Bevölkerungsschutz (KVMB), die die Jahreskonferenz in Appenzell abhielten. Laut Communiqué der KVMB sagte Gastreferent Seiler, die Armee werde «schleichend ausgehungert». Das geschehe, obschon die Armee XXI vom Schweizervolk demokratisch gutgeheissen worden sei.

Die Armee funktioniere, sei geführt und erbringe täglich ihre Leistungen mit hoher Qualitität. Mit diesen Worten verteidigte der Generalsekretär des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) die Armee gegen eine «ruchlose Kampagne». Weder Armee noch VBS-Führung steckten in der Krise.

Laut dem VBS-Generalsekretär drängt sich ein Wechsel des Wehrdienstsystems nicht auf, so lange der Auftrag, der Bestandesbedarf und die Zahl der Wehrpflichtigen im Einklag seien.

Mängel bei der Politik zu suchen
Auch der Präsident der KVMB, der Schaffhauser Kreiskommandant und Oberst im Generalstab Martin Vögeli, fuhr mit schwerem Geschütz gegen die Politik auf: Die bei der Bewältigung der aktuellen Konflikt- und Krisenherde dieser Welt zu Tage tretenden Mängel seien nicht beim Militär, sondern bei der Politik zu suchen.

Zu tadeln seien schwammige Aufträge, fehlende Mittel und Reserven sowie ungenügende strategische Weitsicht. In Bezug auf die Angriffe und Vorwürfe gegen die Führung der Armee und Bundesrat Schmid als Verteidigungsminister sagte Vögeli: «Es braucht von uns allen die sprichwörtliche Ruhe des Leuchtturms im Sturm der Zeit.»


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Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 18.09.2008 - 13:40:00