Arbeitszeitkontrolle macht Wirten Sorge
AR. «Positive Signale» sieht Gastro-Präsident Walter Höhener seit einem Jahr für seine Branche. Es gibt aber auch aktuelle Probleme.
«Seit dem Sommer 2006 stellen wir verschiedene positive Signale fest», hält Walter Höhener auf der Webseite von Gastro Appenzellerland fest. So hätten die Geschäfte in der Branche und in der ganzen Tourismuswirtschaft angezogen. Die Restaurationsbetriebe verzeichneten bereits im 4. Quartal 2006 erstmals wieder zunehmende Umsätze, seither geht es mit der Wirtschaft bekanntlich weiter aufwärts. «Der wirtschaftliche Aufwärtstrend weckt aber immer auch wieder Begehrlichkeiten», so Höhener weiter. Die Rechtsabteilung des Verbandes stehe auf Druck der Gewerkschaften in neuen L-GAV Verhandlungen.
Zudem täten sich viele der Betriebe schwer mit der Führung der Arbeitszeitkontrolle. Seit dem 1. Januar 2007 verfügt die Kontrollstelle L-GAV über 100 zusätzliche Kontrolleure. Es sind umfangreiche Kontrollen in Aussicht gestellt worden. Höhener: «Die Führung der Arbeitszeitkontrollen in kurzen zeitlichen Abständen kann sich auch lohnen. Es werden nur diejenigen Arbeitszeiten erfasst und entschädigt, die wirklich auch geleistet worden sind.»
Höhener weist weiter auf die geplanten Testkäufe hin. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden plant in den nächsten Monaten Alkohol-Testkäufe. Jugendliche werden in Begleitung von erwachsenen Personen in Läden und Restaurants geschickt, um Alkohol einzukaufen. Wenn die Jugendschutzbestimmungen nicht eingehalten werden, werden die Verkaufspersonen verzeigt. Bei diesen Testkäufen gehe es der Polizei und der Beratungsstelle für Suchtfragen keinesfalls darum, die Wirte zu schikanieren. Das Ziel der Testkäufe ist es, die schwarzen Schafe zu finden und sie an ihren Pflichten zu erinnern. Damit werden auch diejenigen Wirtsleute unterstützt, welche sich konsequent an die bestehenden Jugendschutzgesetze halten. Wenn Wirtsleute, Verkaufspersonal und Festveranstalter auch ihre Aushilfskräfte genau instruieren, können sie das Risiko vermeiden, rechtlich belangt zu werden.



























