
Appenzellische Jahrbücher, Heft 136/2008 (2009)
Appenzell Ausserrhoden. Das diesjährige Heft der Appenzellischen Jahrbücher widmet sich dem Thema «Holz» bzw. «Bauen mit Holz» und dem 300. Geburtstag des als «Naturgenie» des Holzbrückenbaus rezipierten Hans Ulrich Grubenmann.
Eine Reihe von Zeitungsartikeln zum Holzbau, u.a. die Berichterstattungen über die Dachkonstruktion des Centre Pompidou in Metz, dessen Tragwerksplanung in den Händen des Herisauer Holzbaubüros SJB.Kempter.Fitze AG liegt, war Anstoss, das diesjährige Heft der Appenzellischen Jahrbücher dem Thema «Holz» bzw. «Bauen mit Holz» zu widmen. – Hinzu kommt, dass 2009 der 300. Geburtstag des in der europäischen Reiseliteratur als «Naturgenie» des Holzbrückenbaus rezipierten Hans Ulrich Grubenmann (1709–1783) gefeiert wird. In diesem Zusammenhang fand Anfang September in Teufen eine Fachtagung zum Thema «300 Jahre Tradition der Innovation im Holzbau» statt.
«Grubenmann» ist auch das Stichwort der ersten beiden Aufsätze im Thementeil des Jahrbuchs. Rosmarie Nüesch beleuchtet den Zugang der Italienreisenden Frederick A. Hervey und John Soane zu den Grubenmannschen Brücken und Jürg Conzett erläutert die liegenden und gewölbten Dachkonstruktionen der Brüder Jakob und Hans Ulrich Grubenmann. Die hölzerne Verkleidung der Holzkonstruktionen, namentlich den Schindel-, Täfer-und Bretterschirm nimmt Isabell Hermann mit Bezugnahme auf farbige Skizzen von Salomon Schlatter unter die Lupe. Hans Hürlemann porträtiert in seinem Beitrag drei Personen, die sich mit traditionellem Holzhandwerk befassen, namentlich den Mondholzexperten Jürg Frehner, den Schindelmacher Ueli Altherr und Werner Zellweger, einen Sammler von Zimmermannswerkzeug und Kenner von alten Arbeitstechniken. Auf der Basis des tradierten Wissens arbeiten drei Holzfachleute, die u.a. auch in Vereinigungen wie der Appenzellischen Holzkette (www.holzkette.ch) und dem Verein Urholz (www.urholz.ch) engagiert sind: Es sind dies Hermann Blumer, Paul Grunder und Hannes Nägeli. Sie stellten sich zusammen mit Fredi Altherr, Ausserrhoder Denkmalpfleger und Mitinitiator des Forum Appenzellerhaus (www.appenzellerhaus-ar.ch), an einem runden Holztisch den Fragen von Peter Surber.
Für das Auge etwas ungewohnt: das 136. Heft der Appenzellischen Jahrbücher präsentiert sich in einem geringfügig überarbeiteten Layout. Inhaltlich hat sich nichts verändert: Das Jahrbuch enthält die Chroniken aller 20 Ausserrhoder Gemeinden und die Landeschroniken beider Halbkantone für das Jahr 2008, fünf Nachrufe auf Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, den Jahresbericht, das Protokoll und die Jahresrechnung der AGG, Verzeichnisse der Institutionen, die dem Patronat der AGG unterstehen sowie Verzeichnisse der Mitglieder der AGG und im Anhang u.a. die Appenzeller Bibliografie 2008.
Kontakte und weiterführende Informationen: www.aggesellschaft.ch.