
Appenzellerland Sport AG trifft sich zur Generalversammlung
Stein/AR. In der vergangenen Woche fand die ordentliche Generalversammlung der Appenzellerland Sport AG statt. Als Gast weilte Bildungsdirektor Rolf Degen bei den Aktionären in der Schaukäserei.
«Uns hat kein Rappen gereut, auch wenn nach der Matura die sportlichen Ambitionen zurückgestuft wurden. Unser Sohn hat grossartige Erfahrungen gemacht; es war eine wichtige Lebensschule.» Diese Rückmeldung von den Eltern eines Sportschülers nannte Hans Höhener, der Verwaltungsratspräsident von Appenzellerland Sport, im Zusammenhang mit der erfreulichen Entwicklung, auf welche die Sportschule und die gesamte Organisation nach dreieinhalb Jahren des Bestehens zurückblicken können.
«Wir hatten gehofft», sagte Hans Höhener zu der Gruppe von Aktionären, «das Rechnungsjahr positiv abschliessen zu können.» Dies gelang nicht ganz: Die Appenzellerland Sport AG schloss das Jahr 2008 bei einem Umsatz von fast 900’000 Franken mit einem Verlust von 23’000 Franken ab. Die Produktion und der Vertrieb des kostenlos abgegebenen und in der Öffentlichkeit sehr beliebten «Sportguide» und die zahlreichen touristischen Auskünfte und Dienstleistungen seien mit einem grossen Aufwand verbunden gewesen. Leider sei die angestrebte Leistungsvereinbarung für diese gemeinwirtschaftlichen Dienste mit dem Kanton nicht zustande gekommen, teilte der Verwaltungsratspräsident mit.
Anlauf- und Auskunftsstelle
Als Folge muss nun die künftige Form und die Herausgabe des Sportguides überprüft werden. Weitere Einzelmassnahmen werden geprüft, etwa die zusätzliche Mittelbeschaffung über Private und Sponsoren und die Überarbeitung des Gesamtkonzeptes der Organisation. «Klar ist, dass wir unser Kernprodukt, die Sportschule, weiter fördern wollen: Begeisterung, Engagement und Innovation bringen uns weiter», zeigte sich Hans Höhener zuversichtlich.
Geschäftsführer Peter Schläpfer ging auf die Erfolge der Sportschüler, andere Bereiche der Organisation, Anlässe und Aktivitäten und die personelle Situation ein. Von grosser Bedeutung war im vergangenen Herbst der Ausbau der Physiotherapie in Teufen und die Eröffnung des Shops in Herisau. «Da haben wir nicht reines Verkaufspersonal angestellt: Herisau ist auch sehr wichtig als allgemeine Anlauf- und Auskunftsstelle. Mit einem Einkauf im Shop ist zudem jeder Kunde zugleich auch ein Förderer der Sportschule.»
Keine Wechsel im Verwaltungsrat
Obwohl der Anlass «Go for 5», den Appenzellerland Sport vor einem Jahr in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Herisau durchgeführt hatte, eine sehr gute Resonanz verzeichnete, wurde 2009 auf eine Durchführung verzichtet: Das Projekt wurde in das nationale Programm «Schweiz.bewegt» integriert und auf eine Woche ausgedehnt. «Dies hätte einen noch grösseren Aufwand bedeutet und unsere Möglichkeiten übertroffen», sagte Peter Schläpfer. Keine Wechsel waren im Verwaltungsrat zu verzeichnen.
Für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren wurden Hans Höhener, Gerhard Frey und Daniel Büchel gewählt. Hans Höhener dankte dem als Gast anwesenden Regierungsrat Rolf Degen für die gute Zusammenarbeit mit dem Departement Bildung und die Leistungsvereinbarung im Bereich der Schulgelder. Diese sei eine Grundlage dafür, die Motivation von jungen Menschen aufzunehmen, den Sport und die Schule zu koordinieren und individuelle Lösungen zu finden. «Das Modell von Appenzellerland Sport wird weiter Schule machen», sagte Rolf Degen. Er spüre den Enthusiasmus bei den Verantwortlichen und sei überzeugt, dass die Schwierigkeiten, die im Verlauf des Abends angesprochen worden seien, bewältigt werden können.