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Appenzeller Komitee für neuen Umwandlungssatz

Appenzellerland. Am 7. März 2010 entscheiden die Stimmberechtigten über die massvolle Anpassung des Umwandlungssatzes in der zweiten Säule von 6.8 auf 6.4 Prozent.

In den beiden Appenzell hat sich ein überparteiliches Komitee formiert, welches sich für ein JA einsetzt. Das Co-Präsidium bilden Ständeräte Hans Altherr und Ivo Bischofberger, Nationalräte Marianne Kleiner und Arthur Loepfe, Regierungsräte Werner Ebneter und Jürg Wernli sowie die beiden Gewerbeverbandspräsidenten Adrian Künzli und Albert Manser.
Die steigende Lebenserwartung führt dazu, dass die angesparten Pensionskassengelder länger reichen müssen. Die Renten, die heute ausbezahlt werden, sind jedoch zu hoch. Da das Sparguthaben meistens bereits vor dem Lebensende aufgebraucht ist und eine gesetzliche Verpflichtung besteht, die Renten bis zum Lebensende zu garantieren, entstehen ungedeckte Lücken. Diese Lücken müssen nachfinanziert werden und zwar von den Erwerbstätigen. Dabei kommt es zu einer ungewollten und ungerechten finanziellen Umverteilung von den Aktiven zu den Rentnern.
Neben der Lebenserwartung ist der Umwandlungssatz auch von der Rendite abhängig. Heute gibt der Umwandlungssatz eine Renditeerwartung von rund 5 Prozent vor. Ein sehr hoher Wert, der kaum noch erreicht werden kann und die Pensionskassen immer stärker zwingt, einen Teil des Rentenvermögens risikoreich anzulegen. Bei einer massvollen Senkung des Umwandlungssatzes kann das Kapital weniger risikoreich angelegt werden.
Wer heute eine Rente aus der 2. Säule bezieht, ist von der Anpassung nicht betroffen. Eine einmal festgelegte Rente ist auf Lebenszeit garantiert. Wird der Umwandlungssatz nicht angepasst, steigt die Gefahr, dass Pensionskassen in Schwierigkeiten geraten. Damit könnten auch laufende Renten unter Druck kommen. Eine Anpassung liegt darum auch im Interesse der Pensionierten. Von einem fairen Umwandlungssatz profitieren Jung und Alt.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 14.01.2010 - 10:08:47