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Appenzeller in Iran ausgezeichnet

AI/AR. Höchstleistungen zweier Appenzeller Schüler: Zusammen mit zwei anderen Schweizern wurden sie an der 38. Physik-Olympiade im Iran für ihre Leistung ausgezeichnet.

An der 38. internationalen Physik-Olympiade in der historischen Stadt Isfahan, Iran, holten Johanna Nyffeler aus Kaltenbach (TG), Simon Birrer aus Buchrain (LU), Roland Diggelmann aus Appenzell (AI) und Simon Corrodi aus Trogen (AR) je eine Honorable Mention. Die Mittelschüler verbrachten zusammen mit 327 Teilnehmenden aus insgesamt 73 Ländern eine schweisstreibene, aber unvergessliche Woche, die neben den Prüfungen auch viel Spass und kulturelle Entdeckungen bot.

«Vier von fünf Mitgliedern des Teams haben eine Auszeichnung für die Schweiz geholt, das ist eine sehr kompakte Mannschaftsleistun» bilanziert Gabriel Palacios, Teamleader und Lehrer am Gymnasium Hofwil, BE, begeistert. Eine Honorable Mention gewonnen haben Johanna Nyffeler von der Kantonsschule Kreuzlingen, Simon Birrer von der Kantonsschule Luzern, Roland Diggelmann vom Gymnasium St. Antonius Appenzell und Simon Corrodi von der Kantonsschule Trogen.

Schweizer in Isfahan kleine Medienstars
Noch wichtiger als die Auszeichnungen findet Palacios jedoch, dass die jungen Schweizer Kontakte mit Schülern aus der ganzen Welt knüpfen konnten. Die Schweizer Mannschaft sei dank der ihres aufgestellten Auftretens in Isfahan fraglos die beliebteste gewesen und habe entsprechend viele Anfragen für Interviews erhalten. Pascal Roos, der fünfte im Bunde erlangte mit seiner fröhlichen Art in ganz Isfahan Berühmtheitsstatus. «Im Basar bekam er sogar Vergünstigungen, weil ihn der Verkäufer im Fernsehen gesehen hatte» erzählt der Appenzeller Roland Diggelmann. Pascal Roos selber schwärmt: «Wir haben viel Spass gehabt. Diese Olympiade war wirklich ein unvergessliches Erlebnis. Asr Bekheir!» Während dieser Woche hat der Gymnasiast aus Appenzell so viel Farsi gelernt, dass er sich fast fliessend mit den Leuten unterhalten konnte.

Doppelsterne, Airbags und Schwarze Löcher
Die olympischen Ehren mussten in zwei fünfstündigen Prüfungen errungen werden. Die theoretische Prüfung bestand aus drei anspruchsvollen Physikaufgaben zu Doppelsternen, Airbags und Schwarzen Löchern. Im praktischen Teil musste beispielsweise die Eigenschaften einer auf eine Glasplatte aufgedampften Metallschicht analysiert werden. «Diese Aufgaben liegen weit über dem Mittelschulniveau», stellt Palacios fest, der vor zwölf Jahren selbst Mitglied des ersten Schweizer Teams war. Den Teilnehmenden sei insgesamt ein breites Wissen, ein tiefreichendes physikalisches Rüstzeug und hohe geistige Beweglichkeit abverlangt worden.


Die Physik-Olympiade – Mehr als nur Schulstoff
Die Internationale Physik-Olympiade (IPHO) ist ein Wettbewerb für junge Mittelschüler aus fünf Kontinenten, die sich in Physik für mehr als den normalen Schulstoff interessieren. Das Ziel der Olympiaden ist die Herausforderung und Ermutigung wissenschaftlich interessierter und begabter Jugendlicher.

Entstanden ist die Olympiade 1967 in Polen, nach dem Vorbild der bereits länger bestehenden Mathematik-Olympiade. Die Idee des wissenschaftlichen und kulturellen Austausches unter Jugendlichen wurde auch von der UNESCO unterstützt. An der internationalen Physik-Olympiade 2007 nahmen 327 Mittelschüler aus 73 Ländern teil. An zwei Tagen wurden während je fünf Stunden theoretische Aufgaben und experimentelle Probleme gelöst.

Die Schweiz war zum zwölften Mal mit dabei. Die fünf Teammitglieder werden jeweils im Rahmen einer gesamtschweizerischen Ausscheidung in mehreren Runden ermittelt. Die schweizerische Ausscheidung, das Training und die Begleitung ins Ausland werden von SwissPhO, dem Verein Schweizer Physik-Olympiade, organisiert und durchgeführt.

Anmeldung für die Teilnahme im Jahr 2008 in sind ab Herbst 2007 möglich. Mehr Informationen gibt es unter www.swisspho.ch.


Weitere Artikel zu diesem Thema:
– Mathematik-Olympiade: «Ohne Freude dreht man durch», (04.04.2007)
– Mathematik-Olympiade: «Zahlen-Genie aus Gais», (31.03.2007)

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 30.07.2007 - 11:22:00