Appenzeller Bären im Cup-Fieber

Volleyball. Am Sonntag spielt die erste Herrenmannschaft des VBC Appenzell-Gonten um 17 Uhr im Gringel gegen den TV Amriswil 1.

Mit Amriswil gastiert die momentan stärkste Mannschaft der Schweiz in Appenzell. Eine Herausforderung für die Bären sowie ein Volleyballfest sind garantiert .

Bis jetzt spielten die Appenzeller Bären im Schweizercup äusserst erfolgreich. Im ersten Spiel konnte VG Bad-Ragaz mit dem für Volleyball aussergewöhnlichen Resultat von 25:6, 25:5 und 25:7 3-0 bezwungen werden. In der dritten Runde verbuchten die Bären einen Sieg gegen Volewa-Wald. Nach dem Verlust des Startsatzes siegten die Bären problemlos mit 3-1.

In der 4.Runde musste das Team beim Ligakonkurrenten Wetzikon antreten. Die Mannschaft zeigte eine starke Vorstellung und wurde mit einem 3:0 Auswärtserfolg belohnt. Dank dieses Sieges genossen die Bären in der 5.Runde ein Freilos. Die Qualifikation für den Achtelfinal errangen die Bären mit einem 3:0 Heimsieg gegen Kanti Baden. Der Wert dieses Sieges stuft das Team als hoch ein, ermöglichte doch dieser Sieg ein Spiel gegen einen Vertreter der NLA, ein Höhenpunkt auf den das Team 6 Monate hingearbeitet hat, zudem konnte mit Baden das erstplatzierte Team der Zentralschweizer Gruppe besiegt werden. Das Team hat durch den Erfolg gegen Baden Selbstvertrauen getankt und ist sich bewusst, dass es in dieser Saison jedes Team aus der 1.Liga zu bezwingen vermag.

Traumlos Amriswil
Gespannt erwartete die ganze Mannschaft die Auslosung, waren die Chancen doch wenig mehr als 50%, das man im Achtelfinale auf einen Vertreter der NLA treffen würde. Mit der Zulosung von Amriswil handelt sich um ein Traumlos. Amriswil führt die Tabelle der höchsten Spielklasse mit 20 Punkten aus 10 Spielen an und gilt in der jetzigen Verfassung als stärkstes Team im Lande. Die Spieler der Bären freuen sich auf das Spiel und werden versuchen dem Gegner soviel Gegenwehr wie möglich zu bieten. Klar ist aber auch, dass es für die Innerrhoder ein ganz harter Brocken wird, Amriswil Paroli bieten zu können. Fegen die Thurgauer ihre Gegner doch in der NLA regelmässig mit 3:0 vom Feld.

David gegen Goliath
Ungleicher könnten die Kräfteverhältnisse wohl kaum sein, auf der einen Seite die Appenzeller Bären, welche erst auf diese Saison hin von der 2.Liga regional wieder in die 1.Liga national aufgestiegen sind und nur gerade zweimal pro Woche gemeinsam trainieren. Dass alle Spieler nebst dem Trainingsbesuch eine ehrenamtliche Aufgabe wie Trainer oder Schiedsrichter erfüllen ist für den Verein von enormer Bedeutung.

Auf der anderen Seite der TV Amriswil, Tabellenleader der NLA, welcher achtmal pro Woche trainiert. Das Team wird mit mehreren Profispielern anreisen, welche sich ganztags auf das Volleyballspielen konzentrieren können.

Dass mit Thomas Migge der schlagkräftigste Mitteangreifer der Bären am Cuphit familienhalber nicht dabei sein kann, ist ein kleiner Wehrmutstropfen, den die Mannschaft durch eine geschlossene Teamleistung zu kompensieren versucht.

Ganz anders präsentiert sich die Situation bei Amriswil; das Team konnte sich in den vergangenen Tagen mit Sascha Heyer, einem nationalen Spitzenspieler, verstärken. Der Umstand, dass auf diese Weise den Appenzellern der grösste Spieler fehlen wird und beim Gegner der grösste Angreifer dazu kommt, verdeutlicht die Kräfteverhältnisse vom Duell David gegen Goliath.

Zuschauerunterstützung gefragt
Nichtsdestotrotz handelt sich um ein interessantes Ostschweizer Derby das Spektakel garantiert. Die Appenzeller Bären werden um jeden Ball kämpfen und jeden einzelnen Punkt wie einen kleinen Sieg feiern. Motivation und Einsatzfreude ist auf Seiten der Bären gesichert, bildet das Spiel doch für einige Spieler im Kader der Appenzeller einer der Karrierehöhepunkte.

Mit einer Prognose, wie viele Punkte das Team gegen den übermächtigen Gegner am Sonntag erreichen wird ,tun sich sowohl Trainer wie Spieler der Appenzeller Bären schwer. Auf jeden Fall freut sich das Team über jede lautstarke Unterstützung im Gringel.

Appenzell Innerrhoden / 04.12.2008 - 07:35:00
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