«Appe-Zäller Wiehnacht» in der Kirche
Herisau. Die Musikschule, das «Chenderchörli» und fünf Schulklassen führten das traditionelle Krippenspiel «Das isch de Stärn vo Bethlehem» in der katholischen Kirche auf.
Wer kennt nicht das Krippenspiel «D’Zäller Wiehnacht» des bekannten Zürcher Komponisten Paul Burkhards, das für die Herisauer Schüler einige regionale Anpassungen (Cembalo und Hackbrett) erfuhr und somit zur «Appe-Zäller Wiehnacht» wurde. Gewisse Stellen des Werks werden zum Beispiel von Hackbrett und Cello begleitet. Bereits nach den Sommerferien fanden Annäherungen an die Lieder gemacht und intensiv geprobt wird seit den Herbstferien. Die Gesamtleitung hatte Marcel Hartmann inne, während Andreas Koller für die musikalische Leitung verantwortlich war.
«Das isch dä Stärn vo Bethlehem…
…mached eu uuf und folget em». Wer kennt sie nicht, die ersten Zeilen des Krippenspiels «D’Zäller Wienacht». Die rund 150 Mädchen und Knaben der fünf Schulklassen, das «Chenderchörli» und die Musikschule zeigten im bekannten Weihnachtsspiel gesanglich, musikalisch und schauspielerisch Glanzleistungen. Dabei galt es Texte auswendig zu lernen, Lieder einzuüben und vor allem laut und deutlich zu sprechen, dass die Worte bis in die hinterste Ecke der Katholischen Kirche zu verstehen waren.
Bis auf den letzten Platz besetzt
Am letzten Mittwochnachmittag galt es ernst, nachdem intensiv geprobt worden war, und die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Die über 2000 Jahre alte Geschichte von Maria und Josef, einfach und verständlich dargeboten, war ein voller Erfolg für Schüler und die Verantwortlichen. Die fünf Schulklassen – Mittelschule Waisenhaus und Landhaus, das «Chenderchörli» und die Musikschule – spielten und sangen sich in die Herzen der Besucher und zogen diese mit ihrem begeisternden Weihnachtsspiel in ihren Bann. Die Musikschule und das «Chenderchörli» mit einem feinen Zäuerli liessen sich von der Begeisterung der Kinder anstecken und unterstützten mit «regionalen» Anpassungen das Spiel der Kinder.
Einfach und verständlich
Die Lieder und die verschiedenen Sprechrollen, einfach und verständlich dargeboten trugen zum guten Gelingen dieses beeindruckenden Weihnachtsspiel bei, und der lang anhaltende Applaus war verdienter Lohn für eine lange Probezeit. Dem musikalischen Leiter, Andreas Koller und dem Gesamtleiter, Marcel Hartmann sowie den Klassenlehrern Daniel Schläpfer, Christian Sprecher und Marcel Hartmann vom Waisenhaus, Angela Stefani und Sybille Bösch vom Landhaus; dem «Chenderchörli» Herisau, Leitung Hans Frick, der Musikschule Herisau, Leitung Andreas Koller, dem Organisten Kaspar Wagner und Georg Kege, Cembalo, ist ein Werk gelungen, das nicht nur Erwachsene sondern auch Schulkinder zu begeistern wusste.
Ihnen ist eine grossartige Aufführung der «Zäller Wiehnacht» nach appenzellischer Art und Weise gelungen, die allen Beteiligten und den Besuchen noch lange in Erinnerung blieben wird.
Weitere Aufführungen in der Katholischen Kirche: Freitag, 19. Dezember, 19.30 Uhr und Sonntag, 21. Dezember, 17.30 Uhr.



























