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Antibiotikum in Honig gefunden

Neukirch-Egnach. In 10 von 1133 Honigproben aus den Kantonen Thurgau und St. Gallen wurden mehr als 10 Mikrogramm Streptomycin pro Kilo gefunden. Sie wurden deshalb aus dem Verkehr gezogen.

Diese niedrige Zahl von Antibiotika-Funden im Honig wurde am Donnerstag von den Obstbauvertretern als positiv gewertet. Allerdings liegen derzeit von über 230 Proben noch keine Ergebnisse vor.

Markus Hunkeler vom Luzerner Amt für Landwirtschaft und Wald zeigte sich erfreut über die schnelle Arbeit des kantonalen Labors. In der Ostschweiz hielt sich die Zufriedenheit der Imker in Grenzen.

Imker: Auswertung dauert zu lange
Richard Wyss, Vertreter des Vereins Deutschschweizer und Rätoromanischer Bienenfreunde (VDRB), beanstandete dass die beiden Labors in Frauenfeld und St. Gallen teilweise bis zu sechs Wochen für die Ergebnisse brauchten.

Frauenfeld macht die Erstbeprobung, St. Gallen prüft zum zweiten Mal falls Verdacht auf zu hohe Streptomycinwerte besteht. Das sei zu lang, meinte Wyss. Die Imker verlören dadurch Kunden.

Nur abends spritzen
Aus den bisherigen Erfahrungen mit Streptomycin zieht der VDRB den Schluss, im kommenden Jahr solle das Mittel nur noch abends und nachts gespritzt werden dürfen. Dann nähmen die Bienen das Antibiotikum am nächsten Morgen kaum noch auf.

Werde hingegen erst morgens gespritzt, würden die Bienen «voll geduscht». Die meisten Kontaminationen seien wohl dadurch entstanden.

ThurgauThurgau / 10.07.2008 - 13:19:00