An der OBA den Beruf des Wirtschaftsinformatikers entdeckt
St. Gallen. Den Schweizer Unternehmen fehlt es an Wirtschaftsinformatikern. Die Fachhochschule hat den Beruf deshalb ins Zentrum einer OBA-Veranstaltung gerückt.
Die Teilnehmenden lernten auf spielerische Art, welche Anforderungen an die Wirtschaftsinformatik gestellt werden.
101 Schülerinnen und Schüler verschiedener Ostschweizer Mittelschulen hatten sich für die Veranstaltung angemeldet, die am vergangenen Freitag im Rahmen der Ostschweizer Bildungs-Ausstellung (OBA) in der Olma Halle 9.1 stattfand. Nach einem Kurzreferat zum Thema Wirtschaftsinformatik und einem Überblick über Strategie und Ziele der THURBO Regionalbahnen AG bearbeiteten die Schülerteams eine Wettbewerbs-Aufgabe, die sie zur kritischen Beurteilung einer Jury übergaben. „Wie kann die Regionalbahn Thurbo Kundinnen und Kunden über E-Medien vor und während der Reise ansprechen?“, lautete die Fragestellung.
Theorie in der Praxis anwenden
Während des Wettbewerbs standen den Schülerinnen und Schülern Studierende der Fachhochschule St. Gallen zur Seite. Sie leisteten Unterstützung bei der Projektarbeit und beantworteten Fragen zu ihrer Studienrichtung Wirtschaftsinformatik. „Es ist erstaunlich, wie viel die Mittelschüler bereits über das Berufsbild wissen und wie gut sie sich auf den Anlass vorbereitet haben“, lobte gegen Ende der Veranstaltung FHS-Student Stephan Baumgartner seine Gruppe.
Im Team an einem Projekt zu arbeiten, sei eine gute Erfahrung, begründete Jana Ritsch von der Wirtschaftsmittelschule Sargans ihre Teilnahme an der Veranstaltung. Motiviert hätten aber auch die „coolen“ Preise, die es zu gewinnen gebe. „Es macht Spass, das theoretische Schulwissen in einem Praxisprojekt anzuwenden“, erklärte Adam Subryt von der Kantonsschule am Brühl St. Gallen. Noch habe sie sich für keinen Beruf entschieden, doch sei für sie die Wirtschaftsinformatik eine Überlegung wert, betonte Vera Boser aus Sargans.
„Die Veranstaltung war sehr informativ. Wir haben viel über das Berufsbild erfahren und mit welchen Leuten Wirtschaftsinformatiker zu tun haben.“
Engagiert bei der Sache
„Wir sind daran interessiert, mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre Ansichten und ihr Denken zu erfahren. Die Veranstaltung bietet uns deshalb eine willkommene Plattform“, erklärte Werner Fritschi, stellvertretender Geschäftsführer der Regionalbahn Thurbo, sein Engagement an der OBA. Er sei positiv überrascht, wie motiviert und engagiert die Schülerinnen und Schüler an die Umsetzung des Projektes herangegangen seien, sagte Jurymitglied Michel Huber von der Firma Abraxas.
„Kaum ein Absolvent unserer Studienrichtung Wirtschaftsinformatik braucht sich aktiv um eine Stelle zu bewerben, denn die Unternehmen reissen sich geradezu um die wenigen Abgänger“, betonte Projektleiter Kuno Eugster. Deshalb sei es der Fachhochschule St. Gallen ein Anliegen, den Jugendlichen das Berufsbild
näher zu bringen. „Wir beschreiben den Wirtschaftsinformatiker jeweils als Vermittler oder Brückenbauer zwischen Betriebsökonomie und Informatik.“
Preise verliehen
Am Schluss der Veranstaltung, die sich E-Business Challenge nennt und dieses Jahr zum zweiten Mal stattgefunden hat, wurden die besten Arbeiten prämiert. Den ersten Platz belegte eine Gruppe von der Kantonsschule am Brühl, auf dem zweiten Platz rangierte ein weiteres Team der Kanti am Brühl sowie eine Gruppe von Mittelschülern aus Romanshorn.



























