Amriswil schafft Sensation

Volleyball. Im Rückspiel des Challenge Cups 1/16 Final schafft der TVA Volley gegen die Österreicher Aich/Dob eine kleine Sensation.

Trotz der 1:3 Niederlage stehen die Thurgauer erstmals in ihrer Vereinsgeschichte im 1/8 Final des Challenge Cups.

Nach dem 3:0 Heimsieg im Hinspiel brauchten die Thurgauer nur noch einen Satz zu gewinnen, um eine Runde weiter zu kommen im Europäischen Cupwettbewerb. Diesen holten sich die Amriswiler mit 25:22 nach 27 fordernden Minuten im zweiten Satz. «Ich bin stolz auf meine Truppe», erklärte Headcoach Verstappen am Ende des aufreibenden Spiels in Prevalje, nahe der Oesterreichischen Grenze. In den ersten beiden Sätzen konnten die Thurgauer auf europäischem Topniveau nicht nur mithalten, sondern auch Akzente setzen. «Es war ein schweres Spiel, das Kraft kostete und Powervolleyball pur bedeutete», schob Verstappen nach.

Gestartet waren die Amriswiler mit der Stammformation Bär, Sinotti, Dailey, Willi, Soares, Faure und Rutishauser. Die Oesterreicher entwickelten starken Druck mit dem Service und die Amriswiler liessen in diesem Durchgang drei, vier gute Chancen ungenutzt, was sich auf diesem Niveau rasch einmal rächt. So unterlag der TVA Volley nach 20 Minuten mit 18:25.

Rallye im zweiten Satz entschieden
Im zweiten Satz schlug die Stunde für den TVA Volley. Die Schweizer konnten ihrerseits starke Services über lange Zeit durchziehen, Druck machen, perfekte Annahme spielen und so auch Varianten im Angriff umsetzen. Das Rallye entschieden die Thurgauer mit 25:22 für sich und damit gab es am Weiterkommen keinen Zweifel mehr. «Damit bestreitet Amriswil erstmals in seiner bald vierzigjährigen Vereinsgeschichte den Achtelfinal in einem europäischen Cupwettbewerb, genauer im Challenge Cup, und damit eine dritte Runde», kommentiert Präsident Dominik Joos die Bedeutung des Satzgewinns in Prevalje. «Das ist nicht nur eine Sensation für die Region, sondern auch wichtig für das Renommée des Schweizer Männervolleyballs», doppelt die Vereinsleitung nach.

Verständlich, dass die Amriswiler in der Folge im dritten Satz etwas Konzentrationsschwächen zeigten und den Oesterreichern die wichtigen Punkte überlassen mussten (18:25). Verstappen brachte im Dritten Heyer für Soares, und Perler für Bär. Im vierten Satz dann auch Schläpfer für Sinotti, Mit dem Routinier Heyer und den Youngsters Perler und Schläpfer fanden die Amriswiler wieder den Rhythmus besser. Im vierten Satz waren die Schweizer lange in Führung und bis zum 21:22 schien auch noch ein zweiter Satzgewinn möglich. Es sollte dann nicht sein, er ging mit 21:25 an Aich/Dob. «Obwohl wir den dritten und vierten Satz abgeben mussten, spielten wir auf hohem Niveau weiter – das ist auch ein Kompliment an unsere Jungen. Aich/Dob spielte praktisch nur mit ihrer Stammsechs», unterstreicht Verstappen die Leistung seines Teams.

Der nächste Gegner des TVA Volley heisst Metallurg Zhlobin aus Gomel in Weissrussland (bei Minsk), der sich gegen die rumänische Mannschaft L.P.S. Piatra Neamt klar durchsetzte. Gespielt wird voraussichtlich am 14. und 21. Januar 2009.

Thurgau / 17.12.2008 - 07:56:00
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