Amriswil gewinnt Auftakt des Playoff-Finals
Volleyball. Amriswil gewinnt den dramatischen Auftakt des Playoff-Finals mit 3:2 gegen Lausanne.
Mit 40 mitgereisten Fans betrat man in Lausanne die Halle als Aussenseiter. Lausanne wurde dann auch zu Beginn seiner Favoritenrolle gerecht. Die Waadtländer zogen im ersten Satz davon und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. In dieser Phase agierte der TVA zu zögerlich und der Spielrhythmus kam zu keiner Zeit auf. Lausanne gewann den ersten Durchgang klar mit 25:14.
Erwachen
Im zweiten Satz erwachten die Ostschweizer endlich und hielten dem Druck der Westschweizer stand. Das Spiel war sehr ausgeglichen und beide Teams zeigten immer wieder schöne Spielzüge mit spektakulären Blocks oder Verteidigungen. Amriswil konnte sich dann in der Mitte dieses Satzes ein bisschen absetzen und führte zur zweiten technischen Auszeit mit 16:13. Dem TVA gelangen anschliessend durch Captain Marco Bär gute Aufschläge, die den Lausannern Mühe bereiteten. Beim Stand von 19:13 gelang den Waadtländern dann das Sideout. Die Gastgeber kamen mit viel Kampf nochmals auf 3 Punkte heran. Der Rückstand war aber zu gross und Amriswil gewann den zweiten Satz mit 25:22.
Final Serie ist lanciert
Das Spiel wurde immer emotionaler, so wie es sich halt für einen Playoff-Final gehört, und auf beiden Seiten gab es Sticheleien. Wie im ersten Satz war es wieder Lausanne, das den besseren Start erwischte. Zur ersten technischen Auszeit führte Lausanne bereits mit 8:4. Amriswil hatte Mühe in der Annahme, was dem gegnerischen Block eine leichtere Aufgabe bescherte. Baghdady reagierte und versuchte mit Hilfe des zweiten Liberos die Annahme zu verstärken. Die Thurgauer kamen beim Stand von 11:10 und 12:11 nochmals auf einen Punkt heran. Durch Fehler im Angriff ermöglichte man dem Gegner den alten Vorsprung wieder herzustellen. Diesen gab Lausanne nicht mehr aus der Hand und gewann den dritten Satz mit 25:20.
Mit viel Leidenschaft
Nun waren es wieder die Thurgauer, die das Spieldiktat in die Hand nehmen mussten, um einen Entscheidungssatz zu erzwingen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und den Zuschauern wurde teilweise sehr ansehnliches Volleyball geboten. Durch eine konzentrierte Leistung und gute Aufschläge erarbeitete sich der TVA einen kleinen Vorsprung. Dieser Vorsprung blieb bis zur zweiten technischen Auszeit beim Stand von 16:13. Dann vermochten die Thurgauer durch eine starke Phase bis auf 22:17 davon zu ziehen. Alan Soares verzog nach einer Angriffsaktion schmerzerfüllt das Gesicht und litt unter Krämpfen. Trainer Baghdady wechselte Noah Eichenberger für Alan Soares. Amriswil liess sich nicht aus der Ruhe bringen und Büsser beendete den vierten Satz mit einem schönen Angriffsball.
Alles oder Nichts
Soares konnte nach einer kurzen Behandlung wieder weiter spielen, wenn auch nicht mit ganzer Kraft. Der letzte Durchgang entwickelte sich dann zum «Hitchcock». Lausanne war es vorbehalten durch starke Aufschläge in Führung zu gehen. Beim Stand von 8:5 wurden die Seiten gewechselt. Die Spannung und viele schöne Ballwechsel sorgten bei den Zuschauern für Stimmung. Durch einen Angriffsfehler der Thurgauer bauten die Waadtländer die Führung bis auf 12:8 aus. Fabian Perler, der für Thomas Büsser an den Service ging und Captain Marco Bär gelangen gute Aufschläge, und Libero Adrian Rutishauser glänzte mit sagenhaften Verteidigungen. So kamen die Amriswiler nochmals heran und verkürzten vorerst auf 13:11. Drei Punkte in Folge brachten für den TVA den ersten Matchball. Lausanne wehrte den Matchball ab und punktete in Folge, so dass sie zum ersten Spielball kamen. Der TVA zeigte sich souverän und wehrte diesen ab. Noch zweimal hatten die Westschweizer die Möglichkeit das Spiel zu beenden, Amriswil jedoch gab immer wieder die passende Antwort. So gelang dem TVA mit einem schönen Einerblock von Büsser wieder das Break. Den zweiten Matchball verwerteten die Amriswiler und konnten somit diesen Abnützungskampf für sich entscheiden.
Die Amriswiler Mannschaft zeigte wieder eine starke Kollektivleistung und das Trainergespann coachte das Team erfolgreich und mit dem richtigen Gespür.



























