Amriswil besiegt Lausanne UC klar
Volleyball. Der TV Amriswil Volley konnte im Spiel gegen Lausanne UC einen klaren Sieg verbuchen.
Im zweiten Finalspiel gegen Lausanne UC liess der TV Amriswil Volleyball bei einem 3:0 (25:17, 25:19, 25:23) auswärts nichts anbrennen. Die Thurgauer packten am Genfersee ihr bestes Volleyball aus.
Die Lausanner waren an diesem Abend und in ihrem ersten Heimspiel in der Finalserie nicht in der Lage, zum Gegenschlag auszuholen. Zu stark, zu schnell und druckvoll zogen die Amriswiler ihr Spiel durch.
Die Westschweizer engagierten auf dieses Spiel hin noch einen neuen Mann, den 36-jährigen Jacques Yoko, einen französischen Internationalen. Mussten das die Thurgauer als erstes Indiz der Lausanner Ratlosigkeit werten? Die Antwort gab die Crew von Verstappen gleich selber: Die Stammformation Willi, Dailey, Rutishauser, Bär, Faure, Sinotti und Soares spielte vor knapp 300 Zuschauerinnen und Zuschauern durch, angetrieben von rund einem Dutzend Amriswilern, die lautstark die Pauke schlugen.
Amriswil mit starkem Spiel
Gleich von Beginn weg gab Amriswil den Ton an und zwang LUC beim 1:4 zum ersten Time-out. Lausanne ging nur einmal im ersten Durchgang in Führung, mit 5:4. Danach boten die Thurgauer durchs Band weg eine starke Leistung: 16:10 für Amriswil. Dank guten Services, starken Blocks und stabilen Annahmen zogen die Thurgauer unwiderstehlich davon und verwandelten auch den ersten Satzball zum 25:17 nach 21 Minuten. Passeur Chevallier schien angeschlagen – er hatte auch nicht das ganze Einspielprogramm geleistet, für ihn kam Reinmann. Lausanne wirkte müde, war oft einen Schritt zu spät.
Reaktion bleibt aus
Und der zweite Streich folgte sogleich mit einem variantenreichen Einstieg: Bär passierte den Gegner schwindlig, einmal mitte, einmal rechts, einmal links – er konnte die Bälle nach Belieben weiterleiten, da er heute Abend einmal mehr auf eine stabile Annahme zählen konnte. Amriswil blies Lausanne den Marsch und ging mit 5:2 in Führung. Ein umstrittener Ball brachte die Lausanner zum 5:5 heran.
Der TVA liess sich nicht aus dem Konzept bringen und reagierte, zog auf 8:5 davon. Beim Stand von 7:12 wurde der Neue, Yoko, durch Opota bereits ersetzt. Ohne Wirkung, Amriswil spielte konzentriert weiter: 16:11 und 19:13. Chevallier kam wieder ins Spiel. Ein erstes Time-out von LUC beim Stand von 20:13. Wiacek musste raus, Brüschweiler rein. Alles nützte nichts. Nichts konnte Amriswil aus der Fassung bringen. 21:14. 23:18, Chevallier ging wieder raus, Reinmann rein. Ohne Effekt: 24:19 und ein zweiter Satzball zum 25:19.
Hellwach und nervenstark
Da capo auch im Dritten? Amriswil kam präsent aufs Feld, machte Druck und gab mit 5:1 den Tarif an. Wieder ein Wechsel bei Lausanne: Froesch kam für Raffaelli. Beim ersten Time-out lag Amriswil mit 8:4 vorne. Die Lausanner kamen etwas stärker auf, da Amriswil etwas gar viel wollte und nicht unbedingt den einfachsten Weg wählte. Nach einem Fight am Netz hiess es noch 13:12. Erstmals seit langem konnte Lausanne ausgleichen, zum 13:13.
Jetzt erwachten die Lausanner Fans etwas, nachdem die Thurgauer Kleinschar bis anhin kräftig die Trommel rührte. 14:14, jetzt kam Stimmung auf. Doch Soares punktete zum 15:14 und ein Fehler brachte Amriswil mit 16:14 ins zweite Time-out. Ein langer Ballwechsel geht an Lausanne: 18:16. Amriswil zieht sein Spiel durch – heute gibt es nichts zu rütteln, 19:17, 19:18, 20:18 und hält die Westschweizer immer auf Distanz.
Die müssen den ganzen Abend den Punkten hinterher rennen. 21:20 – in den letzten fünf Minuten kam das erste Mal so etwas wie Spannung auf, 22:20, 22:21. Jetzt schienen die Lausanner etwas zu erwachen und waren auch konsequenter im Angriff, 22:22. Hier nahm Verstappen die Jungs zum Time-out raus. Sinotti, die Ruhe selbst, mit einer Finte punktete er zum 23:22, ehe ein Angriff von Nziemi wieder ausglich: 23:23.
Ein Smash von Soares führte zum ersten Matchball beim Stand von 24:23, ehe Bär mit einem Service-Ass zum 25:23 die Vorstellung des heutigen Abends erfolgreich beendete. «Wir haben Biss bewiesen, haben eine enorm starke Leistung in der Annahme und am Block gezeigt», zeigte sich Johan Verstappen am Ende der Vorführung sehr zufrieden. Die dritte Finalpartie wird am Samstag wieder in Lausanne gespielt (7. März, 17.30 Uhr).



























