Amoklauf im Zug – Strafuntersuchung zu Tötungsdelikten abgeschlossen
Salez/SG Am 13. August 2016 nach 14:15 Uhr ist es auf der Bahnstrecke zwischen Buchs und Sennwald kurz vor dem Bahnhof Salez zu einem Gewaltverbrechen gekommen. Mehrere Personen wurden getötet und verletzt. Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons St. Gallen berichteten darüber. Das Verfahren wurde nun nach Abschluss der Untersuchung eingestellt
Der Beschuldigte verliess am 13. August 2016 um ca. 11:00 Uhr seinen Wohnort und begab sich zum Bahnhof Buchs. Er führte einen Rucksack mit sich, indem sich u.a. zwei Flaschen Alkylatbenzin, zwei Gasanzünder, drei Dolche, ein Klappmesser und ein Kreuzbeil befanden.
Er bestieg am Bahnhof Buchs um 11.48 Uhr einen Zug und kam um 12.42 Uhr am Bahnhof Uznach an. Dort nahm er um 13:13 Uhr im Zug Richtung Sargans Platz, der um 13:18 Uhr losfuhr. Auf dieser Bahnfahrt stiegen an verschiedenen Orte die späteren Opfer des Beschuldigten zu.
Der Beschuldigte verliess um 14:10 Uhr den Zug am Bahnhof Buchs, ging den Bahnsteig entlang und betrat den letzten Waggon, wo er sich erneut setzte. Um 14:15 Uhr fuhr der Zug los. Gleichzeitig entnahm der Beschuldigte aus seinem Rucksack zunächst einen Gasanzünder, den er mit einer Lasche an der rechten Hand befestigte. Danach entnahm er eine der mit Alkylatbenzin gefüllten Flaschen und öffnete diese.
Er ging wenige Schritte auf eine sitzende 17-Jährige zu, schüttete den Flascheninhalt über ihren Kopf, zündete sie mit dem an der Hand befestigten Gasanzünder an und flüchtete in Zugsfahrtrichtung. Es entstand eine Feuerexplosion um den Körper der 17-jährigen. Ein damals 6-jähriges Mädchen und deren damals 43-jährige Mutter, die in unmittelbarer Nähe sassen, wurden aufgrund der Feuerexplosion verletzt.
Der Beschuldigte rannte an einer 34-jährigen Frau vorbei, die ihrerseits versuchte zu fliehen. Der Beschuldigte hielt an, kehrte um, hielt die 34-jährige Frau an der Schulter zurück und stach zwei Mal mit einem mitgeführten Messer auf sie ein. Danach fügte er sich selbst tiefe Schnitt-und Stichverletzungen zu.
Im brennenden Wagon entstand dichter, schwarzer Rauch der sich über die ganze Zugskomposition ausbreitete und die Passagiere in Gefahr brachte. Automatisch setzte die Sprinkleranlage ein und die Klimaanlage schaltete sich aus. Der Zug hielt am Bahnhof Salez an, wo die restlichen Passagiere den Zug verlassen konnten.
Der Beschuldigte und die 34-jährige Frau erlagen am 14. August 2016 ihren Verletzungen. Die 17-jährige Frau verstarb am 31. August 2016. Das 6-jährige Mädchen erlitt Verbrennungen 3. Grades. Ihre Mutter erlitt ebenfalls mittelschwere Verbrennungen. Der Sachschaden an der S-Bahn betrug mehrere hunderttausend Franken.



























