Amok-Studentin – «Schüler fühlten sich bedroht»

Urs Bucheli und Marco Frauchiger vom KBZ St.Gallen beziehen Stellung zur heutigen Amok-Drohung an ihrer Schule.

Nachfolgend ihr Statement im Wortlaut:

«Die Schule wurde heute Morgen durch die Polizei evakuiert. Die Evakuation und die Verschiebung der Lernenden, der Lehrpersonen und der übrigen Angestellten verlief rasch, geordnet und ruhig. Nach rund einer Stunde konnten die Lernenden in die Ausbildungsbetriebe entlassen werden.

Auslöser dieser Evakuation waren Informationen über eine 21-jährige Lernende, welche im KBZ St.Gallen den Berufsmaturitätslehrgang im Vollzeitstudium absolviert. Die Schulleitung musste befürchten, dass eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit der Lernenden, Studierenden und Mitarbeitenden im Schulhaus bestand.

Seit mehreren Tagen hatte die Schulleitung Kenntnis von psychischen Problemen der Studentin. In mehreren Beratungsgesprächen durch den zuständigen Abteilungsleiter zeigten sich Verhaltensauffälligkeiten, welche uns dazu veranlasst haben, Fachstellen um Rat zu fragen und den Vater zu einem Gespräch einzuladen.

Als dieser heute Morgen über das Fernbleiben seiner Tochter und den Verlust einer Schusswaffe orientierte, haben wir umgehend die Polizei informiert, weil wir von einer ernsthaften Bedrohung ausgehen mussten.

Zu diesem Schritt sahen wir uns insbesondere deshalb veranlasst, weil sich einzelne Mitschülerinnen durch das wiederholt unberechenbare Verhalten der Studentin bedroht fühlten.

Die Einleitung notwendiger Massnahmen inklusive fachmedizinischer Versorgung war in Absprache mit dem Vater und den beratenden Fachstellen für den heutigen Tag geplant.»

Urs Bucheli, Rektor
Marco Frauchiger, Leiter Grundbildung Erwachsene


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Appenzell Innerrhoden / 18.12.2008 - 16:21:00
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