
Amok-Schülerin verhaftet
St.Gallen. Die Schülerin, die im St.Galler KV mit einem Amoklauf drohte, wurde verhaftet. Es ist eine 21-jährige Schweizerin.
Die Amok-Drohung an einer KV-Schule in St. Gallen ist von einer 21-jährigen Schülerin ausgegangen. Die Schweizerin hatte am Morgen ihr Zuhause vermeintlich mit einer Waffe verlassen. Der Vater informierte darauf die Berufsschule.
Er war am Donnerstagmorgen auf 8 Uhr zu einem Gespräch mit der Schulleitung eingeladen worden, nachdem seine Tochter zwei Mitschülerinnen subtil bedroht hatte, wie die Schulleitung an einer Medienkonferenz informierte. Im Gespräch sagte der Vater, seine Tochter habe am Morgen mit einem Revolver das Haus verlassen.
Die Schule alarmierte umgehend die Stadtpolizei. Die rund 1000 Schülerinnen und Schüler wurden sofort evakuiert und nach Hause geschickt. Kurz vor Mittag konnte die Polizei mit der Schülerin, die psychisch angeschlagen ist, via Handy Kontakt aufnehmen. Nach dem Mittag wurde die Schülerin ausserhalb des Kantons aufgegriffen.
Die junge Frau trug keine Waffe auf sich. Der Revolver konnte am Wohnort der Familie sichergestellt werden, wie ein Polizeisprecher sagte. Laut Polizei ist die Frau wohlauf. Die Behörden liessen die Schule evakuieren, weil sie davon ausgingen, dass die Urheberin der Amok-Drohung selbst, aber auch ihre Mitschüler in Gefahr seien.
Ablauf
Bei der Stadtpolizei ging die Meldung des KBZ gegen 8 Uhr ein, dass eine Person mit einer Waffe zur Schule unterwegs sei. Die Person sei psychisch labil. Aufgrund der Gefahrensituation wurde ein polizeiliches Dispositiv aufgeboten.
Das Gebäude inklusive Nebengebäude wurde gegen 9 Uhr evakuiert. Die Evakuation verlief ruhig und geordnet.
Die Schüler wurden in die nahegelegene Turnhalle Kreuzbleiche geführt und aufgefordert zu warten. Schliesslich wurden sie über das weitere Vorgehen informiert.
Das Gebäude wurde von der Stadtpolizei durchsucht, die gesuchte Person befand sich nicht im Schulgebäude.
Gegen 10 Uhr wurden die Schüler entlassen. Ihr Material konnten sie in Begleitung in den Schulzimmern abholen.
Die Polizeilichen Abklärungen im Umfeld der Person haben ergeben, dass es sich um ein gesundheitliches Problem der gesuchten Person handelt (psychisch labil).
Kurz vor 12 Uhr meldete der Vater der gesuchten Person Kontakt. Aufgrund der Telefonnummer kann die Polizei bestätigen, dass sie sich zu jener Zeit ausserhalb des Raumes St.Gallen befand.
Um 13.45 Uhr wurde die gesuchte Person ausserkantonal in polizeilichen Gewahrsam genommen.