Ammoniak strömte aus: Eisstadion evakuiert
Zug/ZG. Freitag, 8. Mai 2015. Im Technikraum der Bossard Arena in Zug strömte am Freitagmittag Ammoniak aus. Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.
Am Freitag, nach 12.15 Uhr, ging auf der Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei die Meldung ein, dass im Maschinenraum des Eisstadions Ammoniak austrete.
Von der Freiwilligen Feuerwehr Zug FFZ rückten umgehend die Spezialisten der Chemiewehr aus. Sie evakuierten vorsorglich etwa rund ein Dutzend Personen aus dem Stadion und führten Messungen durch. Anschliessend drangen sie ins Gebäude vor, um das Leck zu lokalisieren.
Der Austritt von Ammoniak beschränkte sich auf den Technikraum der Bossard Arena. Da die eigentliche Kühlung der Eisfelder in einem Doppelkreislaufsystem mit einer unproblematischen Wärmeträgerflüssigkeit erfolgt, bestand keine Gefahr für die übrige Umgebung.
Messungen der Feuerwehr bestätigten dies, somit konnten die diesbezüglichen Einschränkungen auch relativ schnell wieder aufgehoben werden.
Die genaue Ursache für den Austritt ist noch nicht klar und wird derzeit vom kriminaltechnischen Dienst der Zuger Polizei untersucht. Ein technischer Defekt steht jedoch im Vordergrund.
Im Einsatz standen 30 Mitarbeitende der Freiwilligen Feuerwehr Zug FFZ, vom Rettungsdienst Zug, Amt für Feuerschutz, Amt für Umweltschutz und von der Zuger Polizei.
Information zu Ammoniak:
Ammoniak ist ein farbloses, unter Druck verflüssigtes Gas mit stechendem Geruch (Salmiakgeist). Durch diesen unangenehmen Geruch, der schon bei niedrigen Konzentrationen wahrnehmbar ist, existiert eine Warnung, so dass Vergiftungsfälle selten sind.
Ammoniak wird als Kältemittel seit über 130 Jahren in Kälteanlagen eingesetzt. Es ersetzt in Kälteanlagen die früher eingesetzten sogenannten Freone, da diese sowohl wesentlich zum Abbau der Ozonschicht beitragen und als auch ein hohes Treibhausgaspotential aufweisen.



























