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Ambrosetti fordert Kampfgeist und Solidarität

Bischofszell. Unia Co-Präsident Renzo Ambrosetti hat an der Feier zum 1. Mai am Donnerstag in Bischofszell an den Kampfgeist der Gewerkschafter appelliert.

Er forderte das flexible Rentenalter ab 62 und anständige Löhne für alle.

Eine vorzeitige Pensionierung dürfe nicht Managern, Kaderleuten und anderen Privilegierten vorbehalten bleiben, sagte Ambrosetti. Wer jahrzehntelang hart gearbeitet habe, müsse mit 62 eine volle AHV-Rente erhalten. «Das ist sozial gerecht.» Ausserdem müsse der Kampf um die Mindestlöhne weitergeführt werden.

Es dürfe keine Monatslöhne unter 3500 Franken geben, forderte Ambrosetti und appellierte an die breite Solidarität, mit der die Gewerkschaften viele soziale Fortschritte erreicht hätten. Von den Arbeitgebern forderte er, die Sozialpartnerschaft zu respektieren und gegenseitige Interessen mittels Verhandlungen auszugleichen.

Sonst würden Arbeitskämpfe und Streiks zunehmend nötig, auch in der Schweiz. Dass es sich lohne, zu kämpfen, habe der Streik der Beschäftigten der SBB Cargo in Bellinzona und der Kampf um den Landesmantelvertrag im Bauhauptgewerbe gezeigt.

Eine Herausforderung stelle auch die Weiterführung der Personenfreizügigkeit dar, sagte Ambrosetti. Diese sei eine grosse Errungenschaft. Doch um gegen Lohndumping Ernst zu machen, seien flankierende Massnahmen notwendig, etwa mehr Kontrollen und härtere Sanktionen.

ThurgauThurgau / 01.05.2008 - 10:54:00