Als Merz kam – und Metzler ging
Vier Jahre ist es her, seit Hans-Rudolf Merz in den Bundesrat gewählt wurde. Es war ein schwarzer Tag für Ruth Metzler.
Der 10. Dezember 2003 war ein Tag für die Geschichtsbücher. Die Zauberformel wurde gesprengt, Blocher und Merz gewählt und Ruth Metzler arbeitslos.
An jenem 10. Dezember passierte, was viele nicht für Möglich gehalten haben. Nach 44 Jahren änderte die parteipolitische Zusammensetzung der Schweizer Regierung. Die SVP holte sich den zweiten Sitz – Christoph Blocher wurde im 3. Wahlgang mit 121 Stimmen gewählt. Ein schlechtes Resultat, dennoch ein Sieg für die SVP.
Auch Merz überragte mit 127 Stimmen nicht, machte den Rechtsrutsch aber perfekt. Zum Vergleich: Das beste Resultat machte damals Moritz Leuenberger mit 211 Stimmen.
Während die SVP feierte, traute die CVP ihren Augen nicht. Die Nationalratswahlen im Herbst 2003 führten zu weiteren empfindlichen Stimmenverlusten für die CVP, der Partei Ruth Metzlers.
Dagegen legte die rechtsbürgerliche SVP wiederum stark zu und erhob Anspruch auf einen zweiten Sitz in der Landesregierung.
Tatsächlich wählte die Bundesversammlung Ruth Metzler am 10. Dezember als erstes amtierendes Regierungsmitglied seit 1872 nicht wieder und setzte Christoph Blocher von der SVP an ihre Stelle.
Ruth Metzler-Arnold war erst das dritte Mitglied des Bundesrates, das abgewählt wurde.
Sie war im Jahre 2003 Vizepräsidentin des Bundesrats und hätte wahrscheinlich im Falle ihrer Wiederwahl 2004 das Bundespräsidium angetreten.



























