«Als Gemeindeschreiberin bewähren»
Urnäsch. Weiss folgt auf Anderauer. appenzell24.ch im Gespräch mit der neuen Gemeindeschreiberin.
Nach dem Rücktritt von Bert Anderauer wird Erika Weiss die Stelle des Gemeindeschreibers übernehmen. appenzell24.ch hat nachgefragt was sich die neue Gemeindeschreiberin von der Herausforderung erhofft und wie ihre Pläne aussehen.
Ihnen ist soeben das Amt der Gemeindeschreiberin der Gemeinde Urnäsch übertragen worden. Hatten Sie viele Mitbewerber und wie viele Stimmen haben Sie erhalten?
Ja, es hatte einige Mitbewerber aber sicherlich nicht so viele wie man für diese Stelle erwarten würde. Gute Bewerbungen haben sich in Grenzen gehalten, was wahrscheinlich auf die allgemein gute Wirtschaftslage zurückzuführen ist. Nach einer Vorstellungsrunde vor der Kanzleikommission sind ich und ein Mitbewerber in die engere Auswahl gekommen. Wir durften uns darauf beim Gemeinderat vorstellen. Die Entscheidung des Gemeinderats fiel klar zu meinen Gunsten aus.
Warum haben gerade Sie sich durchgesetzt?
Schlussendlich hat man sich für mich entschieden weil ich am geeignetsten bin. Ich habe fachliche- sowie praktische Erfahrung und bin somit qualifiziert für diesen Posten. Man kennt mich in der Gemeindeverwaltung und man konnte deshalb meine geleistete Arbeit beurteilen. Mit diesem Umfeld bin ich bereits durch meine Tätigkeit in der Kanzlei, im Schulsekretariat, in Komissionen und Vereinen vernetzt. Ich bin sozusagen mit den örtlichen Begebenheiten vertraut.
Sie sind schon länger in der Gemeindeverwaltung Urnäsch tätig und kannten sicherlich ihren Vorgänger Bert Anderauer. Wird es schwierig werden in seine Fussstapfen zu treten?
Ich bin vor gut 17 Jahren als Sekretärin von Gemeindeschreiber Bert Anderauer eingestellt worden. Damals habe ich mit einem 20 Prozent Pensum begonnen und habe dieses sukzessiv bis auf 80 Prozent erhöht. Da sich die Verwaltungstätigkeit ständig weiterentwickelt, kommen immer neue Aufgaben auf die Verwaltung zu. Dies hat dazu geführt, dass Bert Anderauer neue Aufgaben übernehmen musste. Dadurch, und dank seinem Vertrauen in meine Arbeit, konnte ich mich einbringen und weiterentwicklen.
Bert Anderauer hinterlässt viele positive Spuren hier auf der Gemeindekanzlei und bleibt ihr auch mit einem 50 Prozent Pensum erhalten. Ich werde aber kaum in seine Fussstapfen treten, sondern dort wo er die Spur als Gemeindeschreiber verlässt einspuren und meinen Weg finden.
Was erwarten Sie von der neuen Herausforderung, hat Sie dieser Posten schon länger interessiert?
Ich arbeite gerne und die Tätigkeit auf der Verwaltung macht mir grosse Freude. Darum kam auch der Wunsch, die Gemeindefachschule zu besuchen und mir fundierte Kenntnisse über die gesetzlichen Zusammenhänge in der Verwaltungstätigkeit zu holen. Ich bin sicher der Typ, der neue Herausforderungen sucht und sich gerne neuen Aufgaben stellt. Ich will aber auch die Gewissheit haben, dass ich es meistern kann.
Nach meinem Abschluss an der Gemeindefachschule standen mir viele Möglichkeiten offen. Ich wollte mir noch etwas Zeit geben. Vor allem bis meine drei Söhne aus Volksschule kommen, was im 2009 der Fall ist. Die Situation war nicht vorhersehbar. Am Anfang stand vor allem das Besorgnis wegen der Verschlechterung von Bert Anderauers Augenleiden im Vordergrund. Erst kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist habe ich mich dazu entschlossen mich zu bewerben.
Was sind Ihre Ziele? Haben Sie eine spezielle Vorstellung von dem, was Sie erreichen oder bewirken wollen?
Mein Hauptziel ist es, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Beteiligten, eine möglichst effiziente und kundenfreundliche Gemeindeverwaltung Urnäsch mitzugestalten. Behörden, Bevölkerung und Mitarbeiter sollen alle gleichermassen beachtet und miteinbezogen werden.
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