Alpina ohne Herisauer
Herisau. Der Berg- und Skiclub Alpina Herisau durfte dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiern. Doch Mitglieder aus Herisau zu erwerben scheint eine Knacknuss zu sein.
Als der Verein 1908 gegründet wurde, starteten neun Teilnehmer die erste Klubtour. Noch im selben Jahr verdoppelte sich die Anzahl der Mitglieder des «Männerklubs» zur «Pflege des Bergsportes» bereits und ab 1983 wurden auch Frauen aufgenommen. Heute zählt der Verein über 150 Mitglieder, wobei Familien stark vertreten sind.
Alle Ziele erreicht
Der Präsident des Vereins, Karl Rietmann, waltet seit 25 Jahren in seinem Amt. An der Hauptversammlung dieses Jahres wird er zurücktreten. «Der Alpina Berg- und Skiclub ist ein toller Familienverein. Es ist eine grosse Aufgabe ihn zu führen. Ich habe alle Ziele erreicht, ausser Mitglieder aus Herisau zu begeistern, was sich als sehr schwierig erwies» erklärt er die Faszination an der Führung des Vereins.
Für jeden etwas
Von Skifahren übers Bergsteigen zum gemütlichen Beisammensein und Geniessen des Hüttenlebens – für Begeisterete jeden Alters ist etwas dabei bei der Alpina. Die Mitglieder sind grösstenteils zwischen 20 und 90 Jahren alt, wobei viele Familien dem Verein angehören. Beim diesjährigen Jubiläum konnten 18 Mitglieder geehrt werden, aus deren Famlien mindestens zwei Generationen Alpinler sind oder waren. Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen. «Vorab suchen wir Personen aus der Gegend zwischen Rorschach bis Wil und Bischofzell bis Säntis, um die Interessenlosigkeit der Herisauer ausgleichen zu können», so der Präsident etwas enttäuscht.
«Das Bijou»
Schon seit der Gründung bewirtschaftet die Alpina eine Klubhütte. Das Klublokal wurde in den 100 Jahren Vereinsgeschichte zwölf Mal gewechselt, doch das heutige Klubzentrum wurde 1922 in Fronarbeit gebaut und immer wieder angepasst, sodass es heute im Programm wie folgt beschrieben wird: «Unser Bijou ist in seinem hölzigen Erscheinen ein heimeliger Ort des Seins, des Klublebens für unsere Mitglieder und deren Gäste. Mit Holz wird gekocht und geheizt, eine Solaranlage versorgt die Wasserpumpe und das nächtliche Licht.»
Die Hütte, die im Moorschutzgebiet Schwägalp zu finden ist, wird heute zur Mitgliederwerbung und um die Hüttenfinanzen auszugleichen für Polterabende, Geburstagsfeste, Wanderferien für Schulklassen und Anlässe jeglicher Art vermietet.
«Wir wollen nochmals 100 Jahre bestehen und wünschen uns weitere Mitglieder, die unsere Hütte und die geselligen Zusammenkünfte genauso schätzen wie wir», schliesst Rietmann. Vielleicht werden sich die Herisauer auch irgendwann noch überzeugen lassen und den Charme des Bijous erkennen.
Weiter Informationen finden Sie unter www.alpina-herisau.ch



























