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«Alkohol: Vorsicht Rutschgefahr»

Der Übergang von einem genussvollen zu einem problematischen und abhängigen Alkoholkonsum ist fliessend. Alkohol kann Unfälle, Krankheiten und Leid verursachen.

Langsam, aus Gewohnheit und oft unbewusst rutschen Betroffene in einen problematischen Konsum. Am 20. November 2008 ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. Unter dem Motto «Vorsicht Rutschgefahr» sensibilisiert die Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden zum problematischen Alkoholkonsum und lädt die Ausserrhoder Bevölkerung, Fachleute und Interessierte zu einer Filmvorführung ins Kino Rosental in Heiden ein. Gezeigt wird der Film „My name is Joe“.

Die Grenzen zwischen einem risikoarmen und einem problematischen Alkoholkonsum ist nicht bei allen Menschen gleich. Und sie ist fliessend. Das Alter, das Geschlecht, die individuelle Gesundheit, die Menge oder das Umfeld, in dem getrunken wird, spielen eine Rolle. Das Alkoholtrinken folgt oft einer bestimmten Gewohnheit und verfestigt sich mit der Zeit.

Verschieden Konsummuster
Drei Konsummuster sind problematisch: Chronisch zu hoher Alkoholkonsum, episodisch zu hoher Konsum (Rauschtrinken) sowie situationsunangepasster Konsum wie z. B. im Strassenverkehr oder am Arbeitsplatz. Gemäss der Klientinnen- und Klientenstatistik 2007 der Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden ist Alkohol das Suchtmittel, mit welchem sich die meisten Menschen an die Beratungsstelle wenden.

Der Übergang von einem problematischen zu einem abhängigen Konsum ist fliessend. Eine Alkoholabhängigkeit wird nicht nur über die Menge des getrunkenen Alkohols definiert. Schätzungen gehen davon aus, dass rund 300 000 Menschen in der Schweiz alkoholabhängig sind.

Eingeschliffene Gewohnheit
Viele trinken Alkohol vor allem aus Gewohnheit, die oft nicht reflektiert wird. Während die meisten Menschen keine Probleme mit Alkohol entwickeln, entgleitet manchen die Kontrolle. So wird zum Beispiel ein Bier bestellt, ohne dass man sich vorher überlegt, ob man Lust darauf hat. Es hat einfach immer dazu gehört.

«Wie viel Alkohol kann ich trinken, ohne meiner Gesundheit oder meinem Umfeld zu schaden?» Risikoarm mit Alkohol umzugehen, bedeutet für gesunde erwachsene Männer, maximal zwei Gläser pro Tag zu trinken. Das können zum Beispiel zwei Gläser Wein oder zwei Stangen Bier oder zwei kleine Gläschen Schnaps sein. Frauen sollten pro Tag höchstens eines dieser Getränke trinken. Diese Trinkmengen sind Anhaltspunkte und dürfen nicht als Norm verstanden werden. Risikoarmer Konsum bedeutet auch, am Arbeitsplatz, im Strassenverkehr, beim Sport und in der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten. Kinder bis 16 Jahre sollten keinen, 16- bis 18-jährige nur gelegentlich und wenig Alkohol trinken.

Wer sich über die potenziellen Risiken des eigenen Alkoholkonsums Gedanken machen möchte, kann sich selbst testen. Unter www.aktionstag-alkoholprobleme.ch wird ein Selbsttest angeboten.

Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme
Der Nationale Aktionstag Alkoholprobleme vom 20. November 2008 sensibilisiert die Öffentlichkeit für den problematischen Alkoholkonsum. Suchtfachstellen aus der ganzen Schweiz tragen mit Informationsveranstaltungen und weiteren Aktivitäten dazu bei, das Thema zu enttabuisieren und Betroffenen sowie deren Angehörigen Mut zu machen, die bestehenden Hilfsangebote zu nutzen. Der Aktionstag 2008 steht in diesem Jahr unter dem Motto «Vorsicht Rutschgefahr». Einladung zur Filmvorführung Anlässlich des Nationalen Aktionstages Alkoholprobleme vom 20. November 2008 zum Thema «Alkohol: Achtung Rutschgefahr» lädt die Beratungsstelle für Suchtfragen die Ausserrhoder Bevölkerung, Fachleute und Interessierte herzlich zu einem Filmleckerbissen der besonderen Art ein. «My name ist Joe» zeigt auf eindrückliche Art und Weise, wie Alkohol zur Rutschgefahr werden kann.

Der Eintritt ins Kino Rosental am Donnerstag, 20. November 2008 um 20.15 Uhr ist frei.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 14.11.2008 - 08:06:00