Alfred Dorfer tritt im ZIK auf

Arbon/TG. Alfred Dorfer tritt mit seinem aktuellen Stück «fremd» im ZIK auf. Auf der Bühne gehört er zu jenen Kabarettisten, die ganz bewusst die Grenzen ihres Genres ausloten.

Geht es um österreichisches Kabarett, fällt sein Name in einem Atemzug mit dem anderen grossen Wiener Kabarettisten Josef Hader. 1991 spielten sie gemeinsam im Theaterstück «Indien», das in dieser kongenialen Besetzung auch verfilmt wurde und in Österreich und den angrenzenden Ländern – sei es im Kino, sei es auf der Bühne – seither von mehr als 500’000 Besuchern gesehen wurde.

Spätestens seit «Indien» geht es Schlag auf Schlag in den Olymp des deutschsprachigen Kabaretts: Salzburger Stier, Bayerischer Kabarettpreis, Deutscher Kleinkunstpreis und mit «Dorfers Donnerstalk» seit 2004 eine eigene, preisgekrönte Fernsehsendung. Dass Alfred Dorfer dessen ungeachtet den Zug nach Arbon besteigt, freut den Veranstalter umso mehr.

Auf der Bühne gehört Alfred Dorfer zu jenen Kabarettisten, die ganz bewusst die Grenzen ihres Genres ausloten. Sein Thema ist das Leben an sich. Es sind die Verlierer, die verkrachten Typen, die Dorfer interessieren, in deren Rollen er schlüpft und dabei zeigt, wie nahe Tragödie und Komödie nebeneinanderliegen können.

Als sich allen Etiketten entziehender Satiriker balanciert er gekonnt zwischen Theater, Kabarett und schräger Philosophie – sein bitterböser Humor und sein gnadenloser Blick sind legendär. In seinem ersten Buch «Wörtlich» zeigt sich die beeindruckende Vielseitigkeit des Künstlers. Er tritt mit einem Oeuvre an, das auch in Arbon einen spannenden Abend verspricht.

Da gibt es kluge Kommentare zu politischen Vorgängen ebenso wie Glossen, die den emotionalen Überschwang bei Fussball-Grossanlässen oder den Rummel um Mozarts 250. Geburtstag treffend thematisieren. Alfred Dorfers ambivalente Haltung zu seiner Heimat spiegelt sich in den Texten seines letzten Programms «heim.at» und seinem aktuellen Stück «fremd», einem assoziativen Slalom durch die Weltgeschichte.

Gemäss Alfred Dorfer ist «Der Schwerpunkt meines Programms aufgrund der politischen Entwicklungen ein wenig vom Philosophischen ins Konkrete gerückt.» Bruno Jonas meint dazu kurz und knapp «Kollege Dorfer – ein genialer Satiriker, bissig und unterhaltsam.» Noch euphorischer lassen sich die von Dorfer (mit) entdeckten FM4-Chaoten Stermann & Grissemann verlauten: «Alfred Dorfer ist der beste Kabarettist der Welt».

Wer sich selber davon überzeugen will, dass Dorfers Auftritte ein bisschen was von einem Rockkonzert haben, kann dies zum Saisonabschluss von Veranstalter «phonomène» tun: Alfred Dorfer liest und fabuliert am 30. Mai ab 20.30 Uhr (Türöffnung und Barbetrieb ab 19 Uhr) im Arboner ZIK. Tickets sind entweder beim Büro Witzig oder über die Homepage des Veranstalters (www.phonomene.ch) erhältlich.

Veranstaltungsdetails
Alfred Dorfer, «Wörtlich» – kluge Kommentare, treffende Glossen, bissig und unterhaltsam
Samstag, 30. Mai, 20.30 h – ZIK, Weitegasse 6, 9320 Arbon
Eintritt: 25 Franken

19.00 Uhr: Türöffnung und Barbetrieb
20.30 Uhr: Alfred Dorfer
00.00 Uhr: Veranstaltungsende

http://www.dorfer.at
http://www.kabarett.at
http://www.e-a.at/dorfer

Thurgau / 20.05.2009 - 14:39:25
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