Alcan-Standorte am Bodensee zuversichtlich
Kreuzlingen. Trotz steigender Energie- und Rohstoffpreise haben sich die drei Standorte von Alcan Packaging in Kreuzlingen, Rorschach und Singen (D) im vergangenen Jahr gut behauptet.
Für das laufende Jahr wird ein moderates Wachstum erwartet.
Das Umsatzvolumen der drei Verpackungsunternehmen ist 2007 um 2,8 Prozent auf gut eine Milliarden Franken gestiegen. Die Zahl der Mitarbeitenden wuchs um 0,5 Prozent auf 1701.
Alle drei Standorte hätten sich in einem herausfordernden Umfeld mit volatilen Rohstoffmärkten und steigenden Energiekosten behauptet, hiess es am Freitag an einer Medienkonferenz.
Wie in den Vorjahren waren die Alcan Packaging Singen Gmbh und die Alcan Packaging Kreuzlingen vor allem mit Pharma- und Kosmetikverpackungen erfolgreich.
Singen konnte mit unverändert 1070 Mitarbeitenden die Umsätze trotz eines schwächeren zweiten Halbjahrs um 2 Prozent auf 381 Mio. Euro (631 Mio. Fr.) steigern. Die Auftragsbücher seien gefüllt, 2008 werde ein Umsatz von 400 Mio. Euro angepeilt, sagte Geschäftsführerin Renate Neumann-Schäfer.
Kreuzlingen auf Kurs
Die vorwiegend auf Pharmaverpackungen spezialisierte Alcan Packaging Kreuzlingen AG wuchs 2007 um 11 Prozent auf 209 Millionen Franken und erzielte damit ein Volumen, das laut Geschäftsführer August Ghetta weit über den Erwartungen lag.
Auch die Profitabilität konnte trotz des Gegenwinds durch die Preissteigerungen beim Rohmaterial erneut erhöht werden. Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich von 325 auf 354.
Einen herben Rückschlag für den Kreuzlinger Standort bedeutet jedoch der Ausstieg des Pharmakonzerns Pfizer aus dem inhalierbaren Insulin-Arzneimittel. Der Umsatzrekord von 2007 werde sich deshalb im laufenden Jahr nicht wiederholen lassen, sagte Ghetta.
«Wir kehren zu moderatem, geplanten Wachstum zurück», sagte Ghetta. Seit dem Turnaround im Jahre 2004 habe Alcan Packaging Kreuzlingen seine Ziele aber erreicht.
Rorschach wächst weiter
Ein erfolgreiches Geschäftsjahr hat auch die auf Lebensmittel und Tiernahrung fokussierte Alcan Packaging Rorschach AG hinter sich. Die verstärkte Ausrichtung auf höher veredelte Produkte für Premium-Marken wie Nespresso zahlte sich aus.
Das Volumen stieg um 9 Prozent auf 185 Mio. Franken, während die Zahl der Mitarbeitenden von 294 auf 286 leicht zurückging. 2008 wird laut Geschäftsführer Jürgen Schwarz ein Umsatzplus von über 5 Prozent und eine gute Auslastung erwartet.
Verkauf verunsichert
Die Absicht des Rio Tinto-Konzerns, die Alcan Packaging Division mit insgesamt 130 Gesellschaften zu verkaufen, wurde von den Vertretern der Bodensee-Standorte bestätigt. Eine Desinvestition sei nach wie vor das Vorhaben, sagte Renate Neumann-Schäfer.
Eine Verselbstständigung der drei Bodensee-Standorte, die eng zusammenarbeiten, sei eher unwahrscheinlich, sagte Ghetta. Ein industrieller Investor wäre wünschbar. Wichtigste Aufgabe bleibe es, weiterhin erfolgreich im Markt tätig zu sein. Dann hätten die Bodensee-Standorte gute Zukunftschancen.



























