Akustische Klänge bei «3Eidgenossen»

Appenzell. Heute Freitag, den 7. November um 20 Uhr, lädt der Verein 3Eidgenossen zu einem hoch musikalischen Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsreihe ein. Es hat noch freie Plätze.

Zu Gast im Kulturlokal am Landsgemeindeplatz in Appenzell ist Antonio Malinconico mit Eigenkompositionen für zwei klassische Gitarren und Kontrabass. Ein Konzert, das die Gitarre als klassisches Instrument präsentiert, eine ideale Darbietung gerade für GitarrenschülerInnen.

Die Gitarre: kurze Geschichte einer viel-saitigen Entfaltung
Die Vorgeschichte der Gitarre ist unklar und in der Urzeit der Menschheit verwickelt. Eines steht aber fest: Als der Mensch den Bogen erfand, mit welchem er seine Beute auch aus tarnender Entfernung mit dem Pfeil erlegen konnte, waren alle Bestandteile zu einem Zupfinstrument vorhanden. Und damit – mitsamt Perkussionen und Stimme – wohl überhaupt der Musik ein Anfang gemacht.

Dem Bogen wurden Klangkörper hinzugefügt, um die Stärke seiner Resonanz zu erhöhen. Einen mit ausgehöhlter, getrockneter Kürbisschale versehenen Bogen findet man heute noch als Musikinstrument bei Urvölkern. Eine der ältesten uns überlieferten Darstellungen eines Zupfinstruments stammt von der Siedlung Alaja Huyuk (Anatolische Halbinsel) aus der Zeit rund um 1400 v. Chr.

Um 400 v. Chr. zeigt eine griechische Steinplastik eine elegante Musikerin, die ein kleines Zupfinstrument in Händen hält. Erstaunlich ist, wie sehr ihre ganze Haltung derjenigen einer heutigen Gitarristin entspricht. In Spanien erscheinen um 1200 die ersten «Chitarras Latinas» und bekommen ihre eigentliche Beschaffenheit: einen 8-förmigen Korpus, ein Schalloch und einen Hals mit Griffbrett und Bünden.

Neben ihrer Verwendung in der «Kunstmusik» bleibt die Gitarre auch im Volk verwurzelt. In Spanien wird sie zum Instrument des Flamencos. Einer der bekanntesten Virtuosen der Gitarre war sicher Andrés Segovia (1893-1987). Parallel zur Geschichte der klassischen Gitarre darf ihr volkstümlicher Zweig nicht vergessen werden. All die Lagerfeuer- und Lumpenliedli wären nie so populär geworden, hätten nicht mehr oder weniger Begabte diese auf den Gitarren begleitet. Erwähnt sei auch die Gitarre als Jazzinstrument.

Und ganz zuletzt sei noch die Bedeutung dieses uralten Saiteninstruments in der Popmusik erwähnt. Die Gitarre ist – mit der Blockflöte und dem Klavier – das meist gewählte Instrument an den Musikschulen

Antonio Malinconico
Auch er erlernte das Gitarrenspiel an der Musikschule in St. Gallen. Während seines Studiums an der Musikhochschule Winterthur wurde er von Jury Clormann in klassischer Gitarre unterrichtet. Nach dem Studienabschluss mit dem Konzertdiplom öffneten verschiedene Auslandaufenthalte das musikalische Spektrum. Besonders angetan war Malinconico von den lateinamerikanischenLändern. Die Rhythmik und die Instrumente der südamerikanischen Folklore fliessen in Malinconicos Eigenkompositionen ein.

Musikalische Freunde machen Freude
Antonio Malinconico spielt mit seinen Freunden Gabriele Zanetti und Martin Lorber Eigenkompositionen für zwei klassische Gitarren und einen akustischen Bass. Sie nehmen die Konzertbesucher mit auf eine musikalische Reise. Das Reiseziel ist rasch gefunden: Das Herz und die Seele der Zuhörerinnen und Zuhörer. Antonio Malinconico ist nicht nur ein kreativer Reisender, sondern auch ein wunderbarer Geschichtenerzähler: Es sind Alltagserfahrungen, lustige Anekdoten aber auch Trennungs- und Abschiedserfahrungen, die ihn inspirieren, in seiner Musik Ausdruck finden und seine Stücke eine Sprache von Geborgenheit, Melancholie und Sehnsucht sprechen lassen. Immer spürbar sind die Wurzeln seiner alten Heimat: Neapel. In seinen Liedern treffen rassige Rhythmen aus der südamerikanischen Folklore auf klassische Elemente.

Mehr über Antonio Malinconico und seine Musik unter www.antonio.ch

Köstlichkeiten aus der Bistroküche
Zu diesem Konzert lädt der Kulturverein 3Eidgenossen alle Interessierte freundlich ein. Das Lokal 3Eidgenossen am Landsgemeindeplatz in Appenzell ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Wir laden Sie freundlich ein, auch unser kulinarisches Angebot zu nutzen. Lassen Sie sich überraschen, was für Sie vorbereitet ist. Ihre Reservation erleichtert die Arbeit!


Antonio Malinconico – Akustische Gitarrenklänge , Freitag, 7. November 2008
Appenzell (3Eidgenossen, Blumen Barbara am Landsgemeindeplatz), 20 Uhr – Reservationen:
E-mail: www.3eidgenossen.ch oder 071 787 38 48 bis Freitag, 7. November 2008, 14.00 Uhr

Appenzell Innerrhoden / 07.11.2008 - 08:11:00
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