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Adieu, lieber JJ3

Der Bär mit dem seltsamen Namen «JJ3» wurde abgeschossen. Er war zur Gefahr geworden. Zu verdanken ist das dem Unvermögen der Menschen.

Der Bär ist ein Wildtier. Auch wenn wir alle als Kinder mit einem Teddy gespielt haben: Ein Bär tötet gelegentlich, um zu überleben, er kann in bestimmten Situationen gefährlich werden, und der Umgang mit ihm erfordert gewisse Massnahmen. Der Abschuss von JJ3 stellt die Frage in den Raum, ob es sinnvoll ist, den Bären wieder heimisch machen zu wollen, solange die Verantwortlichen in den Behörden offensichtlich nicht garantieren können, die Lage im Griff zu haben. Das Opfer dieses Unvermögens ist nun der Bär. Es kann ja niemand ernsthaft dem Tier einen Vorwurf machen, dass er sich das Futter dort gesucht hat, wo er es vermutet.

Man merkt: Ich habe viel Sympathie für Bären im Allgemeinen und für JJ3 im Speziellen. Die Befürchtungen von Familien, in deren Garten das riesige Tier plötzlich gestanden ist, verstehe ich absolut. Aber noch einmal: Wir haben den Bären gewollt, wir waren dafür verantwortlich, dass wir ihn in die richtigen Bahnen lenken. Unser Unvermögen, das Fehlen vernünftiger Massnahmen – trotz des «Konzept Bär» – hat dazu geführt, dass am Schluss der Abschuss als letzte Möglichkeit gesehen wurde. Ein wunderschönes Tier ist nicht mehr, weil die Zuständigen die Kontrolle über die Situation verloren haben, die sie selbst geschaffen hatten.

Ich habe einst Partei für den Wolf ergriffen, der ebenfalls permanent bedroht ist, wenn man ihn irgendwo wieder anzusiedeln wagt. Und ich habe damals geschrieben, was ich von Leuten halte, die diesem Tier feindlich gegenüberstehen. Bequem also, dass ich auf meine damaligen Ausführungen zurückgreifen kann und nicht alles noch einmal sagen muss. Es gilt nämlich 1:1 auch für den Fall von JJ3 – er ruhe in Frieden.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 15.04.2008 - 10:19:00