• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Ad-Hoc-Chor stimmt in die Weihnachtszeit ein

Walzenhausen/AR. Nachfolger des Kirchenchors ist ein Ad-Hoc-Chor. Er umrahmt in Walzenhausen den Weihnachtsgottesdienst.

Als vor sechs Jahren der Kirchenchor stillgelegt wurde, entstand die Idee eines Ad-Hoc-Chors zur Weihnachtszeit. Während zwei Jahren wurde er von Judith Marti, seit vier Jahren von Michael Weber dirigiert. Die meisten Sängerinnen und Sänger beteiligen sich seit Anbeginn am Projekt und geniessen nicht nur den Gesang, sondern auch die Einstimmung in die Weihnachtszeit. Immer wieder singen ebenfalls Neulinge mit. Diese fügen sich bestens in die Gruppe ein.  Micheal Weber ist es wichtig, dass die Lieder sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene fordern, aber nicht überfordern. Entsprechend wählt er das meist drei- bis vierstimmige Liedgut aus. In diesem Jahr kommen «Herbei, o ihr Gläubigen», «Der Morgensterin ist aufgedrungen», «Kommet , Ihr Hirten» sowie «O Jubel, o Freud» zur Aufführung.
 
Festliche Bereicherung des Gottesdienstes
Für Pfarrerin Corinna Bolt, sie gehört dem Ad-Hoc-Chor ebenfalls an, ist es eine festliche Bereicherung des Gottesdienstes. «Ich singe gerne mit. Es versetzt mich in die Weihnachtsstimmung, die ich auch als Pfarrerin aufbauen muss. Ich habe richtig Freude daran, wenn dann der Chor im Gottesdienst so voll klingt Sowohl Dirigent als auch Sänger sind mit voller Konzentration am Donnerstagabend im Kirchenvorraum beim Proben. Michael Weber lobt immer wieder und zeigt sich begeistert vom Einsatz des Chors. So heisst es am Schluss des Liedes «Schö gsi mit forte. D’Tön überezüche, das wirkt.» Kurz danach unterstreicht der Dirigent mit einem feinen Lachen, dass er jedem einzelnen sagen könne, wo er geatmet habe. Er zeigt auf eine Stelle im Lied und fordert die Frauen und Männer auf, sonst irgendwo zu atmen, egal wo, aber nicht dort. Später in der Probe heisst es: «Jetzt s’letscht Lied för hüt. Do machid mer grad d’Manne, d’Bäss z’erscht. Losid emol ganz guet häre, i spils emol vor.» Michael Weber sitzt ans Klavier und wiederholt die Melodie zweimal. Dann wird geprobt.
 
Mit Humor und Disziplin
Es kommen zwischen zwanzig und dreissig Leute aus Walzenhausen und den angrenzenden Gemeinden jährlich zu den Proben, die jeweils nach den Herbstferien beginnen und bis am 23. Dezember wöchentlich stattfinden. Ein Grund weshalb sich der Chor so gut hält, ist wohl nicht zuletzt die souveräne Führung durch den Dirigenten. Obwohl während des Singens sehr diszipliniert und äusserst konzentriert geübt wird, lockert Michael Weber mit feinem Humor immer wieder auf, bringt die Singenden so zum Schmunzeln und Lachen. Damit werden die Proben des Ad-Hoc-Chors in Walzenhausen zum Genuss.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 30.11.2009 - 13:25:55