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Achtung – falsche Polizisten am Draht! Dutzende Betrugsversuche mittels «Spoofing»

Betrügerinnen und Betrüger geben sich als Polizistin oder Polizist aus und manipulieren mittels «Spoofing» die Polizeinotrufnummer 117. Die Kriminellen wollen Vertrauen und Seriosität vortäuschen, um hohe Geldbeträge zu ergaunern. Die Polizei warnt!

In den vergangenen Tagen waren Telefonbetrüger in der Zentralschweiz wieder sehr aktiv. Die Polizei erhielt mehrere Dutzend Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern, die die Betrugsmasche rechtzeitig erkannt haben.

Die Betrüger geben sich als Polizistinnen oder Polizisten aus und lassen sich immer neue Geschichten einfallen, um von ihren Opfern hohe Geldsummen, Kontoinformationen oder Passwörter zu erhalten. Im Kanton Zug konnte vergangene Woche eine Geldübergabe in letzter Minute verhindert werden (polizeinews.ch berichtete).

In diesem wie auch in anderen Fällen war die Anruferin eine Hochdeutsch sprechende Frau. Die Täter missbrauchen nicht selten seriöse und vertrauenswürdige Telefonnummern von Behörden und Firmen. Bei dieser Betrugsmasche handelt es sich um «Spoofing» (engl. für «vortäuschen»).

Eine Originalrufnummer kann inzwischen so manipuliert werden, dass auf dem Telefondisplay eine komplett andere Rufnummer angezeigt wird, zum Beispiel die Polizei-Notrufnummer 117. Die (gefälschte) vertrauenswürdige Identität sorgt dafür, dass die Opfer kein Misstrauen hegen.

So schützen Sie sich:
– Seien Sie misstrauisch gegenüber hochdeutsch sprechenden Polizist/innen, die Sie auffordert, grössere Geldsummen abzuheben und einem Fremden zu übergeben oder irgendwo zu deponieren.
– Werden Sie misstrauisch, wenn ein Anrufer Sie zu Zahlungen auffordert oder wenn Sie heikle Daten wie Kontoinformationen oder Passwörter herausgeben sollen.
– Falls die «117» auf Ihrem Display erscheint, nehmen Sie den Anruf nicht entgegen und informieren Sie die Polizei in Ihrem Kanton.
– Bitten Sie bei Unsicherheit darum, dass Sie zurückrufen können. Wählen Sie dann aber nicht die Rückruftaste auf Ihrem Handy, sondern rufen Sie die offizielle Nummer an, die Sie zum Beispiel auf einer Rechnung oder im Internet finden. Fragen Sie dort nach, ob man sie tatsächlich erreichen wollte.
– Telefonbetrüger suchen ihre Opfer im öffentlichen Telefonbuch aus – und zwar gezielt solche mit einem traditionellen Vornamen, da dieser einen Hinweis auf das Alter liefern könnte. Schützen Sie sich, indem Sie nur den ersten Buchstaben Ihres Vornamens vermerken. Ändern Sie Ihren Telefonbucheintrag direkt online.
– Nehmen Sie Warnhinweise von Bankangestellten ernst und erlauben Sie diesen bei geringsten Zweifeln, die Polizei zu verständigen.

LuzernLuzern / 26.06.2018 - 14:43:56