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Abwasser belastet Bodensee nicht zusätzlich

Frauenfeld. Die neue Leitung für gereinigtes Abwasser aus St.Gallen wird den Bodensee nicht belasten. Da die Leitung das Wasser erst in etwa 15 Metern Tiefe in den See leitet, wird die Trinkwasserfassung sogar entlastet.

Wie die Thurgauer Regierung in ihrer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Einfache Anfrage von CVP-Kantonsrat Luzi Schmid schreibt, belastet das St. Galler Abwasser die Steinach viel stärker als erlaubt.

80 Prozent des Wassers ist Abwasser
Das Gesetz sieht ein minimales Mischungsverhältnis von einem Teil Abwasser auf zehn Teile Wasser vor. Tatsächlich führt die Steinach im Winter oft so wenig Wasser, dass die gereinigten Abwässer 80 Prozent des Bach-Wassers ausmachen.

Diese starke Konzentration führe dazu, dass die an sich gut gereinigten Abwässer das Flüsschen zu stark belasteten. Vor allem im Winter werde das Wasser zu stark erwärmt, es schäume und stinke, schreibt die Thurgauer Regierung.

Bis in 15 Meter Tiefe
Die Keimbelastung sei durch die unzureichende Verdünnung auch im Sommer so hoch, dass im Mündungsbereich der Steinach das Baden verboten sei. Vorgesehen ist nun, die Abwässer der St. Galler Abwasserreinigungsanlage (ARA) Hofen in einer Leitung zur Arboner ARA Morgental zu transportieren.

Von dort aus sollen dann die Abwässer beider Anlagen zusammen in einer neuen, längeren Leitung in 15 Metern Tiefe in den Bodensee geleitet werden. Dadurch, dass die neue Leitung weiter und tiefer in den See hineinreicht als die bisherige, seien die Trinkwasserfassungen von Frasnacht, Arbon, Riet und Rorschach nicht beeinträchtigt.

Ein Gutachten komme zum Schluss, dass sie eher entlastet würden. Nur bei bestimmten Starkwindverhältnissen könne eine leichte Belastung auftreten.

ThurgauThurgau / 23.01.2009 - 11:30:00