Abonax gewinnt fünf Thurgauer Stromversorger
Eschlikon. Fünf Hinterthurgauer Gemeinden nutzen ab sofort die Dienste der Stromkooperations- und Vertriebsgesellschaft Abonax AG.
Diese wurde 2006 von der BKW FMB Energie AG (BKW) zur Verstärkung ihrer Aktivitäten in der Ostschweiz gegründet.
Aadorf, Eschlikon, Münchwilen, Sirnach und Wängi haben am Donnerstag die Kooperationsverträge mit Abonax unterschrieben. Bereits seit Ende 2007 ist die Nachbargemeinde Affeltrangen Abonax-Kundin und -Partnerin. Die Liechtensteinischen Kraftwerke waren die ersten Abonax-Partner.
Die fünf neuen Partner versorgen als Gemeindewerke 27 000 Einwohnerinnen und Einwohner mit Strom, Vor acht Jahren haben sie sich in der Energie AG Thurgau Süd (ETS) zusammengeschlossen.
Sie nutzen künftig die Abonax-Dienste sowohl beim Beschaffungsmanagement als auch mit Netz-, Vertriebs- und Marketingdienstleistungen.
Vorläufig weiter EKT-Kunden
Den Strom beziehen sie bis auf Weiteres wie bisher von der EKT, dem privatisierten Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau. Dieses bietet die gleichen Dienste wie Abonax an.
Bei der Wahl der Energielieferanten seien die Abonax-Partner frei, hiess es am Donnerstag. Da die heutigen Preise des EKT attraktiv und konkurrenzfähig seien, bleibe man vorläufig dessen Kunde, sagte Verwaltungsratspräsident Hugo Hegelbach. Mittelfristig böten sich jedoch neue Möglichkeiten der Strombeschaffung.
Gemeinsame Beschaffung
Ziel der ETS, also des Verbundes der fünf Gemeindewerke, sei von Anfang an die gemeinsame Beschaffung und die Vorbereitung auf die Liberalisierung des Strommarktes gewesen, sagte Hegelbach. Das ETS nimmt dem EKT etwa zehn Prozent seines Stromes ab.
Im Thurgau beziehen bisher nur Arbon und Romanshorn ihren Strom nicht vom EKT. Sie haben vor einigen Jahren zur SN Energie AG (früher Sernf-Niederen-Kraftwerke) gewechselt und eigene Zuleitungen gebaut. Dem Bau waren teilweise langjährige Auseinandersetzungen mit der EKT vorausgegangen.



























