Bern/Lyss BE: Frauen sollen Opfer betäubt und ausgeraubt haben – Festnahmen
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Mitte Februar 2026 hat die Kantonspolizei Bern zwei Frauen angehalten, die mutmasslich Opfer unter Medikamente gesetzt und danach ausgeraubt haben sollen.
Nach Abschluss der Ermittlungen werden sich die beiden Beschuldigten vor der Justiz verantworten müssen. Die Kantonspolizei Bern weist auf entsprechende Präventionstipps hin.
Bei der Kantonspolizei Bern ging am Donnerstag, 6. November 2025, um 16.35 Uhr die Meldung ein, dass ein Mann in Bern betäubt und ausgeraubt worden sei.
Gemäss aktuellen Erkenntnissen lernte er die mutmasslich beschuldigte Frau kurz zuvor auf dem Weg zu einem Café kennen. In der Folge begaben sich die beiden in seine Wohnung.
Dort wurde ihm über ein Getränk eine verschreibungspflichtige Substanz verabreicht. Anschliessend entwendete die Frau verschiedene Wertgegenstände und verliess die Wohnung mit der Beute in unbekannte Richtung.
Währenddessen wurde die Frau durch eine weitere Frau massgeblich unterstützt.
Zweiter Fall im Seeland
Rund zwei Wochen später, am Dienstag, 18. November 2025, kam es in Lyss zu einem ähnlichen Vorfall. Gegen 9.15 Uhr verschaffte sich eine Frau, die mutmasslich bereits am Vorfall vom 6. November beteiligt gewesen sein soll, unter dem Vorwand einer Notlage Zutritt zu einer Wohnung.
Nach der Betäubung des Opfers mit dem gleichen Modus Operandi entwendete die Täterin Wertgegenstände und flüchtete mit dem Deliktsgut.
Im Zuge umfangreicher Ermittlungen konnten im Februar 2026 zwei Frauen angehalten werden. Mindestens eine von ihnen soll sowohl am Vorfall in Bern als auch an jenem in Lyss beteiligt gewesen sein.
Zudem ergaben die Ermittlungen, dass die beiden Frauen und mutmasslich weitere Personen aus ihrem Umfeld, zwischen Anfang November 2025 und Anfang Februar 2026, für weitere Vermögensdelikte im Kanton Bern verantwortlich sein dürften.
Die beiden Beschuldigten befinden sich seit dem 19. Februar 2026 in Untersuchungshaft und zeigen sich teilgeständig.
So schützen Sie sich
Die Kantonspolizei Bern ruft im Zusammenhang mit den Fällen zur Vorsicht auf.
Mit diesen Tipps schützen Sie sich:
- Vorsicht ist geboten, wenn eine zuvor unbekannte Person sehr rasch grosse Vertrautheit oder Intimität aufbauen möchte.
- Personen, die man erst kürzlich kennengelernt hat, sollten nicht unüberlegt in die eigene Wohnung eingeladen werden.
- Lassen Sie Getränke nie unbeaufsichtigt und nehmen Sie keine offenen Getränke von unbekannten Personen an.
- Falls Sie sich plötzlich benommen, desorientiert oder ungewöhnlich müde fühlen, informieren Sie umgehend eine Vertrauensperson oder die Polizei.
- Besteht der Verdacht, betäubt worden zu sein, sollte rasch eine ärztliche Untersuchung erfolgen.
- Verständigen Sie bei einem Verdacht oder nach einem Vorfall möglichst rasch die Polizei.
Quelle: Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland und regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland
Bildquelle: Symbolbild © The Wasp/Shutterstock.com