Zecken – die unterschätzte Gefahr für Freigängerkatzen und Hunde

Zecken sind kleine blutsaugende Parasiten, die verschiedene Krankheitserreger übertragen können. So besteht etwa in Zeckenrisikogebieten ein erhöhtes Risiko für Krankheiten wie Borreliose oder FSME, die auch für gesunde Menschen gefährlich sind. Mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin gilt die gesamte Schweiz als FSME-Risikogebiet, Borreliose-Erreger wurden in allen Kantonen nachgewiesen.

Zecken, die zur Klasse der Spinnentiere gehören, ernähren sich vom Blut ihrer Wirtstiere, können aber im Gegensatz zu Flöhen nicht springen. Vielmehr lauern sie auf niedrigen Pflanzen, bis sich ein geeigneter Wirt nähert, auf den sie sich dann fallen lassen, um an einer möglichst gut durchbluteten Stelle ihren Stech- und Saugapparat ansetzen. Die Einstichstelle wird durch Stoffe im Zeckenspeichel betäubt, so dass ein Stich oft erst nach Stunden zu jucken beginnt.



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Bei einem Zeckenstich können Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder andere Parasiten übertragen werden. Diese können Mensch und Tier krank machen, daher ist der Selbstschutz bei Spaziergängen in der Natur ebenso wichtig wie der Schutz der Haustiere. Denn Zecken sind bei der Wahl ihrer Wirte nicht wählerisch und befallen Katzen ebenso wie Hunde, Kaninchen und andere Kleintiere, die sich gerade in der warmen Jahreszeit viel im Garten aufhalten. Gegen viele dieser Erkrankungen gibt es zwar wirksame Medikamente, aber keinen Impfschutz, daher gilt gerade für Haustiere: Vorbeugen ist der beste Schutz vor Zecken.

So schützen Sie Ihr Haustier wirksam vor Zecken

Es gibt eine Vielzahl von frei verkäuflichen Mitteln zum Schutz vor Zecken. Diese haben entweder eine repellierende, also abwehrende oder abtötende Wirkung auf Zecken, Flöhe oder Milben und werden z. B. als Halsbänder für Hund bzw. Katze, Spray, Pulver oder Spot-On angeboten. Sie enthalten oft einen aus der Chrysantheme gewonnene Wirkstoff, der für Haustiere gut verträglich ist.

Für Tierarzt Dr. Jobst Hönicke von der Kleintierpraxis Moosaic bieten diese Präparate jedoch höchstens eine unterstützende Wirkung: „Tiermedizinische Produkte enthalten einen Wirkstoff, der nachgewiesen als Ektoparasitenprophylaxe funktioniert und damit zuverlässig schützt. Ausserdem kann es durchaus sinnvoll sein, etwa bei Ferien mit dem Hund im Mittelmeerraum, auf eine zusätzliche Unterstützung durch ein Halsband oder Spot-On zu setzen, um die Risiken für das Tier zu minimieren.“

In der Kleintierpraxis Moosaic können Sie zur Prophylaxe von Zecken, Milben oder Flöhen neben Halsbändern zum Beispiel Tabletten oder auch Spot Ons erhalten, die Sie Ihrem Tier einfach mit dem Futter verabreichen. Dabei ist es natürlich besonders wichtig, dass Sie die Einnahme genau überwachen, was bei Hunden oft einfacher ist als etwa bei Katzen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Präparate und Darreichungsformen für Ihre Katze oder Ihren Hund am besten geeignet sind, wenden Sie sich an uns. Unser erfahrenes Praxisteam kennt sich bestens aus und berät Sie gerne unabhängig und neutral.

Richtig handeln bei Zeckenbiss

Wenn Sie eine Zecke im Fell Ihres Haustieres finden, sollten Sie schnell und gezielt handeln. Denn eine rasche und vor allem richtige Entfernung verringert das Infektionsrisiko erheblich. Warten Sie also nicht, bis sich die Zecke mit Blut vollgesogen hat und von selbst abfällt, sondern entfernen Sie den Parasiten rechtzeitig.

Fassen Sie dazu die Zecke mit einer Pinzette oder Zange und ziehen Sie sie langsam und gleichmässig heraus. Sie können den Parasiten auch vorsichtig herausdrehen, sollten jedoch in jedem Fall darauf achten, dass der Kopf nicht abreisst und in der Haut stecken bleibt. Achten Sie auch darauf, die Zecke beim Herausziehen nicht zu quetschen, damit sie sich nicht in die Wunde entleert.



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Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie eine Zecke richtig entfernen, oder wenn Sie nach einem Zeckenbiss feststellen, dass sich die Bissstelle auffällig verändert, zögern Sie nicht und vereinbaren Sie einen Termin in unserer Kleintierpraxis Moosaic, um Ihr Haustier zum nächstmöglichen Zeitpunkt fachkundig untersuchen zu lassen.

 

Titelbild: Symbolbild (© Heidi Bollich – shutterstock.com)

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