
960 500 Franken für die Schiffsanlegestelle Altnau
Altnau/TG. Der Regierungsrat hat der Gemeinde einen Staatsbeitrag von 960 500 Franken für den Bau einer Schiffsanlegestelle in Aussicht gestellt.
Damit will er die touristische Aufwertung des Schweizer Bodenseeufers unterstützen.
Die Plangenehmigung für die Schiffsanlagestelle in Altnau wurde Ende November 2008 vom Bundesamt vom Verkehr erteilt. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht Ende Januar 2009 bestätigt hatte, dass dagegen keine Beschwerde eingereicht wurde, steht dem Bauvorhaben nichts mehr im Wege.
Geplant ist eine Anlegestelle, die durch einen knapp 270 Meter langen Steg mit dem Land verbunden ist. Die Plattform der Anlegestelle ist mit einem überdachten Warteraum sowie einer Prellpfahlanlage für das Anlegen der Schiffe ausgerüstet. Im Juni 2009 soll mit dem Bau begonnen werden. Mit dem Start der Schifffahrtssaison im Frühjahr 2010 soll die neue Anlegestelle für Kursschiffe benutzbar sein. Dank der gewählten Lage und Konstruktion kann die Anlegestelle ganzjährig und bei jedem Wasserstand (ausser über dem Hochwasserpegel) benutzt werden.
Insgesamt wird mit Baukosten von 1,92 Mio. Franken gerechnet. Gestützt auf das Gesetz über die Förderung des Öffentlichen Verkehrs erfolgt die Finanzierung neuer Schiffsanlegestellen je zur Hälfte durch die Gemeinde und den Kanton. Mit dem Budget 2009 hat der Grosse Rat bereits einen Staatsbetrag von 800 000 Franken bewilligt. Dieser Betrag beruht auf einer Kostenschätzung, die im Rahmen der Konzeptstudie «zusätzliche Schifffahrtsstellen am Obersee» im März 2007 gemacht worden war.
Die Studie im Auftrag der Abteilung Öffentlicher Verkehr/Tourismus in Zusammenarbeit mit den Gemeinden schlug vor, in erster Priorität eine Anlegestelle in Altnau, in zweiter Priorität eine oder maximal zwei weitere Anlegestellen in Güttingen, Uttwil, Münsterlingen und/oder Kesswil zu realisieren, falls von Seiten der Standortgemeinden ein Interesse bestehe. Der Restbetrag von 160 500 Franken soll vom Departement des Inneren und Volkswirtschaft im Rahmen des Budgetprozesses 2010 beantragt werden.
Der Regierungsrat erachtet die Anlegestelle in Altnau als einen wichtigen Beitrag zur touristischen Aufwertung des Schweizer Bodenseeufers und zur Förderung der Kursschifffahrt. Dank der aussergewöhnlichen Steglänge von 270 Metern und der hochstehenden Architektur der Schiffsanlegestelle, der Badeplattformen sowie des Hafengebäudes werde sich der Hafen Altnau zu einer touristischen Attraktion entwickeln.