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807 bewerben sich um 130 Parlamentssitze

Frauenfeld. Für die Thurgauer Grossratswahl vom 6. April bewerben sich 807 Kandidaten um 130 Parlamentssitze.

130 Sitze hat der Thurgauer Grosse Rat. Bei der Parlamentswahl am 6. April bewerben sich 261 Frauen und 546 Männer um ein Mandat. Eines steht schon heute fest: Die SVP wird im neuen Parlament die grösste Fraktion stellen.

Für diese Vorhersage braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten, gehören doch im derzeitigen Grossen Rat 47 Frauen und Männer der SVP-Fraktion an. Die zweitgrösste Fraktion stellt die SP mit 23 Sitzen. Es folgen die CVP mit 22, die FDP mit 20, die Grünen (GP) mit 13, die EVP mit 4 Sitzen und die EDU mit einem Sitz.

Kann die SVP noch zulegen?

Bei diesem Abstand zwischen den beiden grössten Fraktionen bleibt höchstens die Frage, ob die SVP noch weiter zulegen und die SP ihre Sitzzahl halten kann. Die SVP nennt als Ziel, die bisherige Sitzzahl zu halten – sie liebäugelt aber mit drei weiteren Sitzen. In vier der acht Bezirke tritt sie in Listenverbindung mit der FDP an. Vor vier Jahren hatte jeweils die SVP von solchen Verbindungen profitiert. Dass dieses Mal nicht in allen Bezirken solche Verbindungen zustande kamen, hat die SVP-Parteileitung bedauert. Das habe aber nichts mit inhaltlichen, sondern lediglich mit persönlichen Differenzen zu tun, sagte SVP-Präsident Martin Stuber. Grünliberale als Konkurrenz der Grünen? Die SP hat bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst 2007 leicht an Stimmen verloren. Sie wäre deshalb schon froh, würde sich dieser Trend auf kantonaler Ebene nicht fortsetzen. Sie marschiert in sieben der acht Wahlbezirke in Listenverbindung mit der GP, in einem mit EVP und CVP.

Offen ist, zu wessen Lasten die erhofften fünf Sitze der erstmals antretenden Grünliberalen (glp) gehen werden: Wird die GP unter der neuen Konkurrenz leiden oder eher CVP, mit der die glp in drei Wahlbezirken eine Listenverbindung eingegangen ist?

Die glp tritt nur in drei Bezirken mit eigenen Listen an. In zwei weiteren kandidieren glp-Sympathisanten auf der Liste der GP. Dazu gehört auch der jetzige GP-Fraktionspräsident Klemenz Somm. Er hat seinen Parteiübertritt bereits angekündigt.

Letztmals in acht Bezirken

Ziemlich sicher ist, dass diese Grossratswahl die letzte ist, bei der in acht Bezirken gewählt wird. Bereits aufgegleist ist eine Strukturreform im Thurgau. Auch wenn dabei noch viele Fragen offen sind – in einem sind sich alle einig: Der Bezirk Diessenhofen mit lediglich etwa 6500 Einwohnern soll aufgehoben werden.

Ob bei den nächsten Wahlen ein anderes Wahlrecht gelten wird, ist noch nicht entschieden. Derzeit liegt ein parlamentarischer Vorstoss beim Regierungsrat, in dem ein Wechsel zum sogenannten doppelten Pukelsheim gefordert wird.

ThurgauThurgau / 28.03.2008 - 08:13:00