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«60 Stundenwoche genügt nicht»

Appenzell. Bruno Koster, seit 1999 in der Innerrhoder Regierung, tritt zurück. appenzell24.ch fragte ihn nach den Gründen.

Mit dem Schreiben vom 3. Dezember hat der Regierende Landammann Bruno Koster zuhanden der Landsgemeinde 2008 die Demission als Landammann und als Mitglied der Standeskommission eingereicht.

Herr Koster, was sind die Gründe für Ihren Rücktritt?
Ich habe den politischen Zeithorizont immer bei ca. 10 Jahren gesehen. Ebenso war für mich immer klar, dass es eine Zeit ‚nach’ der Politik gibt und entsprechend habe ich mich auch eingerichtet. Jetzt ist es so, dass ich das Gefühl habe, meine 60 Stundenwoche genüge nicht und ich muss entsprechend reagieren.

Wieso erfolgt er zum jetzigen Zeitpunkt?
Die Konstellation Familie – Firma – Politik ist so, dass für mich der Rücktritt auf April 2008 gut und richtig ist.

Welches sind die wichtigsten Geschäfte, die Sie Ihrem Nachfolger überlassen werden?
Als Volkswirtschaftsverantwortlicher muss man sich jeden Tag Gedanken machen, wie Arbeitsplätze erhalten oder neu geschaffen werden können. Dies ist eine unspektakuläre aber mitunter die wichtigste Aufgabe. In diese Thematik gehört auch die ganze Bodendiskussion die immer noch zu stark von der Wohndiskussion dominiert ist. Für die Standeskommission gilt es, die hervorragende Ausgangslage Appenzell Innerrhoden zu nutzen und die anstehenden Großprojekte (Kollegi, Gesundheitszentrum) zügig zu realisieren.

Wie sieht Ihre persönliche Zukunft aus?
Mehr Zeit für Familie und Freizeit, mehr Engagement für unsere Firma.


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Bruno Koster ist Gründer und Mitinhaber der kuk electronic ag, die in Appenzell und in Schanghai in China insgesamt 170 Mitarbeitende beschäftigt.

Koster war 1999 von der Landsgemeinde als Nachfolger der in den Bundesrat gewählten Ruth Metzler als Säckelmeister gewählt worden. 2000 wurde er Landammann (Regierungspräsident). Als Nachfolger von Arthur Loepfe, der 1999 in den Nationalrat gewählt worden war, übernahm er das kantonale Volkswirtschaftsdepartement.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 05.12.2007 - 11:10:00