• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

5300 Unterschriften eingereicht

Frauenfeld. Todeskranke Menschen sollen im Thurgau das Recht auf Palliativ-Pflege erhalten.

Ein überparteiliches Initiativ-Komitee hat der Staatskanzlei am Dienstag 5’300 beglaubigte Unterschriften übergeben; notwendig wären 4’000.

Der Thurgau ist der erste Kanton, der über eine Volksinitiative einen Rechtsanspruch auf Palliativ Care verankern will, sagte die Präsidentin des Komitees, Marlies Näf-Hofmann, am Dienstag in Frauenfeld vor den Medien. Ziel der Initiative «Ja zu mehr Lebensqualität – Ja zur Palliative Care!» sei es, Leiden zu lindern und Lebensqualität zu sichern.

Palliative Care habe nichts mit Sterbehilfe zu tun, sondern ermögliche den Todkranken, in Würde und ohne unerträgliche körperliche und seelische Schmerzen zu sterben. Als Vorbild nannte das Komitee die Kantone St. Gallen und Zürich, wo spezielle Zentren existieren.

Die heutige Regelung sei ungenügend. Zwar hat der Grosse Rat vor gut drei Jahren eine Bestimmung zur Palliative Care ins Gesundheitsgesetz aufgenommen, die Pflicht zur Einrichtung von entsprechenden Pflegestationen lehnte das Parlament aber ab.

Zur Palliativ-Betreuung gehören neben der ärztlichen Versorgung und einer Schmerztherapie auch psychologische und seelsorgerische Betreuung sowie die Begleitung der Angehörigen. Als Vorbild nannte das Komitee die Kantone St. Gallen und Zürich, wo spezielle Zentren zur Verfügung stehen.

ThurgauThurgau / 26.08.2008 - 13:10:00