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52-Jähriger soll jahrelang ein Mädchen missbraucht haben

St. Gallen. Während Jahren soll ein heute 52-Jähriger die Tochter seiner Freundin sexuell missbraucht haben.

Heute hätte sich der Mann vor dem Kantonsgericht St. Gallen verantworten müssen. Der Angeschuldigte war jedoch nicht verhandlungsfähig.

Er habe dem Gericht am Montagnachmittag ein Arztzeugnis zugestellt, das ihm attestiere, an der Verhandlung nicht teilnehmen zu können. Das sagte eine Mitarbeiterin des Kantonsgerichts am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Die Strafkammer sei jetzt bestrebt, den Fall noch vor den Sommerferien zu verhandeln. Das Kreisgericht Alttoggenburg-Wil hatte den Mann im Dezember 2007 unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Presse zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Es sprach ihn der sexuellen Handlungen mit einem Kind, der sexuellen Nötigung und der Vergewaltigung (alles mehrfach begangen) schuldig.

Sexuelle Handlungen eingestanden
Gegen das Urteil legte der Mann Berufung ein. Er gab zwar im Ermittlungsverfahren einzelne sexuelle Handlungen mit dem Kind seiner Lebenspartnerin zu, allerdings habe das Mädchen den körperlichen Kontakt mit ihm gesucht. Er beantragt im Berufungsprozess eine bedingte Geldstrafe von 180 Tagesansätzen.

Vom Vorwurf der Nötigung und der Vergewaltigung sei er freizusprechen. Die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung der heute 20-jährigen Frau beantragen eine Abweisung der Berufung.

Der Grossmutter anvertraut
Zusammen mit ihrer behinderten Zwillingsschwester und ihrer Mutter war die Klägerin 1997 in die Wohnung ihres mutmasslichen Peinigers gezogen. Sie war damals neun Jahre alt. Kurz nach dem Einzug habe sie den Lebenspartner ihrer Mutter befriedigen müssen. Als sie 14 Jahre alt war, sei es zum Geschlechtsverkehr gekommen.

Weil der Mann ihr gesagt habe, er komme ins Gefängnis, wenn sie jemanden von der Sache erzähle, behielt das Mädchen die Übergriffe während Jahren für sich.Erst als sie 2004 zur Grossmutter zog, vertraute sie sich ihr an. Im Oktober 2004 kam es zur Anzeige.

St.GallenSt.Gallen / 05.05.2009 - 09:42:19