38 Tonnen Getränke und Lebensmittel geschmuggelt
Schaffhausen/SH. 38 Tonnen Getränke und Lebensmittel führte ein im Rheintal ansässiger Gastronom am Zoll vorbei in das schweizerische Zollgebiet ein. Er versorgte seine Betriebe über mehrere Jahre mit den geschmuggelten Waren.
Im Frühjahr 2014 stellten Mitarbeiter der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in einem Gastrobetrieb unversteuerte Spirituosen aus dem Ausland fest. Für die weiteren Abklärungen wurde die Zollfahndung beigezogen.
Die umfangreiche Strafuntersuchung ergab, dass der Gastronom regelmässig im grenznahen Ausland für seine Geschäfte Einkäufe tätigte und diese zu Unrecht im Rahmen der Freigrenze für Privatwaren und ohne die erforderliche Zollanmeldung in das schweizerische Zollgebiet eingeführt hatte.
Innert rund 4 Jahren importierte er insgesamt 38 Tonnen Getränke und Lebensmittel aller Art, ohne die Einfuhrabgaben zu entrichten. Davon waren ca. 1 Tonne Fleisch- und Fleischwaren, 800 kg Milchprodukte, 3 Tonnen Früchte und Gemüse sowie 3 Tonnen Fette und Öle.
Durch dieses Vorgehen umging er Lebensmittelvorschriften und hinterzog Einfuhrabgaben von insgesamt 32 000 Franken.
Die Zollfahndung Heerbrugg führte in der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein seit 2010 insgesamt 36 Strafuntersuchungen gegen Betreiber von Gastro- und ähnlichen Betrieben wegen illegaler Einfuhren von Lebensmitteln durch. Dabei wurden Einfuhrabgaben in der Höhe von 370 000 Franken hinterzogen. Neben diesen mussten die fehlbaren Personen auch empfindliche Bussen zahlen.
Die Untersuchungen zeigten, dass die Lebensmittel nach dem Einkauf im Ausland selbst bei sommerlichen Temperaturen ausnahmslos ungekühlt transportiert wurden. Bei derartigen Transporten ist die Einhaltung der Kühlkette nicht gewährleistet. Auch ist die Rückverfolgbarkeit nicht immer nachvollziehbar.
Die zuständigen Lebensmittelbehörden und die Zollverwaltung arbeiten eng zusammen.



























