33 Pioniere helfen im Entlebuch
Extrem steiles Gelände und Arbeiten in einer Höhe bis zu 1500 Metern über Meer: Die Zivilschutzorganisation ZSO Uze hat neue Erfahrungen gesammelt.
Ein starkes Pionier-Detachement leistete im Rahmen des diesjährigen WK’s in der ersten Hälfte Oktober dem von Unwettern heimgesuchten Entlebuch Hilfe.
Die Gemeinde Entlebuch liegt im Herzen des ersten Biospähren-Reservats der Schweiz. Das 3400-Einwohner-Dorf liegt am Zusammenfluss der Kleinen Emme und der Entlen. Vor drei Jahren hatten Unwetter hier mehrere Todesopfer gefordert und grosse Verwüstungen angerichetet. «Das Entlebuch ist auf Hilfe angewiesen», sagt Entlebuchs Gemeindeammann Robert Vogel. «Wir sind sehr froh über den Einsatz des Zivilschutzes der ZSO Uze».
Drei Einsatzplätze
Mit örtlicher Hilfe erstellten die Pioniere der ZSO Uze zu Beginn dieses Monats während einer Woche zwei Wanderwegstücke dem «Emmensprung» (Quellgebiet der Emme) entlang. Sie schaffen Zugang zu einer geplanten neuen Plattform, von der aus die Besucher direkt in die Quelle hineinsehen können. Die beiden neuen Wege werden durch eine kleine Brücke verbunden, die aus der Luft von einem Helikopter auf die Fundamente gesetzt wird. Im Gebiet Ober Rotmoos erstellten die Fürstenländer Pioniere einen weiteren, 800 Meter langen Wanderweg.
«Der Einsatz erfolgte Basis, Training und Umsetzung der überörtlichen Hilfe», sagt Zivilschutzkommandant Erwin Lehner. Er hatte mit seinem Kader anfangs September die Rekognoszierung und WK-Vorbereitung durchgeführt. Diese vorbereitende Phase ist besonders wichtig, denn Unterstützungseinsätze in anderen Kantonen stellen erhöhte Anforderungen an die Planung. Begünstigend wirkte sich aus, dass just am Zivilschutz-Kommandantenrapport des Kantons St.Gallen in diesem Frühling das Thema «Einsätze über die Kantonsgrenzen hinaus» im Zentrum stand.
Viel Lob geerntet
Der tatkräftige Einsatz der St.Galler im Entlebuch erhielt Lob von allen Seiten. «Der Einsatz ist super, beiden Seiten haben profitiert», blickt Walter Fischler, Präsident Bevölkerungsschutzkommission und als Vertreter der Gemeinde Uzwil, zurück. Die Arbeit ist auch vor Ort beachtet und geschätzt worden. Entlebuchs Gemeindeammann wünscht sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.
Das erste Mal
Für die im Jahr 2005 neu geschaffene Zivilschutzorganisation Uze ist dies der erste ausserkantonale Einsatz gewesen. Dieses Jahr werden die Pioniere keine weiteren Arbeiten leisten. Im November folgt noch ein Einsatz der Betreuer im Pflegeheim Uzwil, bei dem der Umgang mit betagten Menschen geübt wird.



























