30 Prozent Exportrückgang in der Ostschweiz
St. Gallen. Die Ostschweizer Industrie steckt tief in der Rezession.
Ein grosser Teil der Unternehmen ist mit sich leerenden Auftragsbüchern und weiter sinkenden Kapazitätsauslastungen konfrontiert. Die Hauptursache dafür liegt im Exportgeschäft, mussten doch die Ostschweizer Exporteure im April einen Rückgang von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat in Kauf nehmen. Dabei erlitten sämtliche Warengruppen und die Lieferungen in alle Regionen der Welt (auch nach China) einen Rückgang. Erfreulich ist hingegen, dass die Industrievertreter davon ausgehen, dass die Talsohle erreicht sein könnte. Jedenfalls erwarten sie in den kommenden Monaten eine Stabilisierung der Bestellungseingänge.
Der Ostschweizer Bauwirtschaft geht es nach wie vor gut. Der Auftragsbestand verspricht auch in den kommenden sechs Monaten hohe Umsätze. Der Wohnungsbau wird durch tiefe Hypothekarzinsen und steigende Bevölkerung gestützt und der Staat setzt mit hohen Bauinvestitionen positive Impulse.
Der Ostschweizer Detailhandel ist auf einem gedämpften Wachstumskurs eingeschwenkt. Der private Konsum ist zwar nach wie vor eine Stütze der Konjunktur, verliert aber an Kraft. Ursache für die Abschwächung der Konsumlust sind vor allem die sich verschlechternden Aussichten am Arbeitsmarkt. In den nächsten Monaten ist ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit unvermeidlich.
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