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250 Meter in die Tiefe

Herisau. Im Spittel wurde eine 250 Meter tiefe Bohrung durchgeführt, damit ein Haus umweltfreundlich mit Erdwärme geheizt werden kann.

Alternative Lösungen für Energiegewinnung werden immer mehr thematisiert. Ein Beispiel ist «Heizen mit Erdwärme». Mitten in Herisau wird ein solches Projekt vorgenommen. Ein Haus im Spittel wird bald mit Erdwärme, einer ökologischen Energiequelle, geheizt werden. Die tiefe Bohrung und schliesslich die Installation einer Wärmepumpe bedeutet für die verantwortlichen Firmen eine grosse Herausforderung, doch bis anhin wurde erfolgreich gearbeitet.

Keine alltägliche Arbeit
Für die Installation einer Wärmepumpe mit Erdwärmesonde hat die «Hastag AG» vergangene Woche im Spittel in Herisau ein 250 Meter tiefes Loch gebohrt. «Die CTA AG hat die Wärmepumpe mit Erdwärmesonde geliefert. Der Arbeitsprozess und die Installation sind bisher sehr gut verlaufen», sagt Werner Diener, Geschäftsleitung der «Diener und Tobler Energietechnik GmbH», die für die Installation der Pumpe verantwortlich ist. «Die Arbeit ist jedoch nicht alltäglich. Immerhin wurde 250 Meter in die Tiefe gebohrt», so Diener.

Rentable und ökologische Energiequelle
Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Gebäude zu heizen. Diese unterscheiden sich jedoch stark in Sachen Kosten, Unterhalt, Aufwand und Umweltfreundlichkeit. Eine Wärmepumpe gilt als eine Entwicklung, die ökologisch sehr zu begrüssen ist. Die Erdmasse ist zu 99 Prozent heisser als 1000 Grad. Die Erdwärme kann mit Hilfe dieser Wärmepumpen mit Erdwärmesonden bis auf zirka 400 Meter aus der Tiefe geholt werden. Schliesslich kann zirka 75 Prozent erneuerbare Umweltenergie gewonnen werden. Dies ganz im Gegenteil zu Öl- oder Gasheizungen, welche 0 Prozent Umweltenergie aufweisen. Jede Energiequelle hat jedoch ihre Vor- und Nachteile. Die Investitionskosten einer Wärmepumpe sind sehr hoch und die Anlage verbraucht mehr Elektrizität als herkömmliche Methoden, dafür sind die jährlichen Energie- und Unterhaltskosten um einiges niedriger als jene einer Öl- oder Gasheizung. Zudem muss nicht mit grossen Energiepreisschwankungen gerechnet werden.

Fortschrittliche Lösung in Herisau
Die Wärmepumpe wird immer mehr zum Trend. Werner Diener ist stolz, dass nun mitten in Herisau ein Haus mit Erdwärme versorgt werden kann. «Voraussichtlich wird das Haus im Spittel ab dem 15. Oktober mit der umweltfreundlichen Wärmepumpe geheizt werden können», so Diener abschliessend.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 03.10.2007 - 13:16:00