21. Bodenseefestival unter dem Titel «England, oh England»
SG/TG. Das 21. Bodenseefestival unter dem Titel «England, oh England» widmet sich den Komponisten Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy.
Als Artist in Residence konnte Jaap ter Linden, Barockspezialist und führender Interpret der historischen Aufführungspraxis gewonnen werden. Mit insgesamt acht Veranstaltungen in den Bereichen Kammermusik, musikalisch-literarische Lesungen und dem traditionellen Singwochenende geht in Stadt und Region St.Gallen ein attraktives und breitgefächertes Programm über unterschiedlichste Bühnen.
Kammermusikalische Höhepunkte
Den Auftakt machen der Violinist Daniel Hope und der Pianist Sebastian Knauer mit dem Konzert vom 9. Mai 11.30 Uhr im Schloss Wartegg, Rorschacherberg. Auf dem Programm stehen die c-Moll Sonate Nr. 3 von Edvard Grieg und das Werk „Siete canciones populares españolas“ von Manuel de Falla. Beide Kompositionen sind geprägt durch eine einzigartige Verbindung von Volks- und Kunstmusik. Die unvollendet gebliebene Sonate F-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy rundet das Konzert ab.
Ein musikalisches Feuerwerk mit Werken der grössten englischen Komponisten präsentieren Gambrinus Jazz plus und Musikerinnen und Musiker aus dem Sinfonieorchester St.Gallen am 16. Mai um 20.30 im Kastanienhof. Unter dem Titel „English Tea“ reicht der Bogen von Henry Purcell über Georg Friedrich Händel bis zu Benjamin Britten und den Beatles.
In der Stiftsbibliothek präsentiert am 20. Mai um 19.30 das Ensemble Fretwork Arien und Consortmusik von Henry Purcell. Das führende Ensemble im Bereich der Alten Musik zeigt in der aussergewöhnlichen Umgebung des Barocksaales, dass der englische Komponist, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr vom 350. mal jährt, nicht umsonst als der „Orpheus Britannicus“ bezeichnet wurde.
Am 25. Mai gastiert der diesjährige Artist in Residence Jaap ter Linden um 20.00 Uhr in der Tonhalle. Zusammen mit Jos van Immerseel (Hammerklavier) spielt der Virtuose am Violoncello Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Kompositionen „Variations concertantes“ für Violoncello und Klavier D-Dur, das „Lied ohne Worte“ für Violoncello und Klavier, die Sonate für Violoncello und Klavier Nr. B-Dur, die Variations sérieuses“ für Klavier d-Moll sowie die Sonate für Violoncello und Klavier D-Dur zeigen, in welch genialer Weise sich Mendelssohn in die Ausdrucksmöglichkeiten des Cellos einfühlte, so dass man es förmlich „sprechen“ hören kann.
Singwochenende mit dem Collegium Musicum St.Gallen
Alljährlich finden sich Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Bodenseeraum zum Singwochenende zusammen. In diesem Jahr steht die Veranstaltung im Zeichen von Joseph Haydns Missa Sancti Bernardi de Offida. Für die musikalische Leitung der „Heiligmesse“ zeichnet der Dirigent Mario Schwarz verantwortlich. Probenbeginn ist am 16. Mai um 14.30 Uhr, die Aufführung findet am 17. Mai um 11.00 Uhr in der Kathedrale statt.
Literatur und Musik
Seit mehreren Jahren haben Veranstaltungen, welche Musik und Literatur verbinden, einen festen Platz im Programm des Bodenseefestivals. Am 12. Mai bringen der Rezitator Henning Westphal und der Lautist Andreas Düker die Novelle „Georg Friedrich Händels Auferstehung“ aus Stefan Zweigs Werk „Sternstunden der Menschheit“ zur Aufführung. Eindrucksvoll beschreibt die Erzählung die dramatischen Umstände, unter denen Händels wohl berühmtestes Werk „Der Messias“ in nur 22 Tagen entstanden ist.
Zu einer Reise rund um den Bodensee laden der Schriftsteller und Rezitator Hanspeter Wieland und der Akkordeonist Alexandre Jaques am 20. Mai um 20.00 Uhr ein. Präsentiert werden Mundart-Texte von Autorinnen und Autoren aus der Bodenseeregion.
Beide Veranstaltungen finden in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Deutsche Sprache und Literatur statt. Veranstaltungsort ist der Festsaal Katharinen



























